Lohnabrechnung per E-Mail versenden

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Steve Rückwardt
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Re: Lohnabrechnung per E-Mail versenden

Beitragvon Steve Rückwardt » So 10. Dez 2017, 09:31

Oder kannst du meine mails lesen?
Theoretisch ja, theoretisch aber auch die Postkarten an Dich. "Hacker" müsste ich dazu nicht zwingend sein.
Rechtlich dürfte es sich auch beim mailversandt nicht anders Verhalten als beim Briefgeheimnis ebenso wie hier der Austausch per PN.
Jein. Beim Briefgeheimnis gilt dies für die Briefe, nicht für die Postkarten, da Du hier jederzeit damit rechnen musst, dass der Inhalt von anderen gelesen werden kann.
Wenn der Hacker meine Daten hat, die er auch für die mails benötigt ist beides gleich unsicher.
Evtl. solltest Du Dich einmal mit den technischen Hintergründen befassen? Erfolgt die Übertragung Deiner Mails verschlüsselt, sind diese auf dem Übertragungsweg nicht im Klartext und können nicht ohne Weiteres gelesen werden. Dies gilt für alles, was verschlüsselt übermittelt wird.

Mit ausreichend krimineller Energie kann man natürlich viele Dinge tun. Aber bei einer unverschlüsselten Übertragung, egal ob über Webseiten oder E-Mail etc., benötigt man eben nicht sonderlich viel, um diese Daten mitzulesen. Es hat zum Beispiel Gründe, warum man in öffentlichen W-LAN-Netzen nicht ohne VPN Verbindung agieren sollte...
Ach so und die Verschlüsselung im Brief besteht aus etwas Spucke und Druck beim zukleben?
Ja, wenn man so will. Wenn jemand unbefugtes einen Brief öffnet, verletzt er/sie das Briefgeheimnis und begeht somit eine Straftat. Wenn jemand eine verschlüsselte Verbindung "hakt", ebenso. Wenn jemand unverschlüsslte Daten mitliest, ist das wie mit der Postkarte - man muss damit rechnen, dass es mitgelesen werden kann. Sensible Informationen versendet Du vermutlich eher per Brief, als per Postkarte, da Du sichergehen möchtest, dass diese nicht gelesen werden. Bei E-Mail ist dies dann vergleichbar, nur sind sich hier viele der Sachlage nicht bewusst.
Wenn der Empfänger dem Versand per mail zustimmt
Ich bin kein Anwalt, dass kann ich nicht beantworten. Aber hier kommen wir wieder zum obigen Punkt: jemand der sagt, er/sie möchte die Lohnzettel per Post, wird vermutlich nicht davon ausgehen, dass Du diese für alle offen lesbar versendest (als Postkarte/in einem durchsichtigen Umschlag), sondern entsprechende Schutzmassnahmen ergreifst.

Es ist jedoch etwas mühsam, dies hier so zu diskutieren. Der Hinweis von Ecrivain war durchaus berechtigt. Wie Ihr dies am Ende handhabt, liegt ja letztlich bei Euch. Ebenso das Tragen der Konsequenzen, sollte es rechtlich relevant werden. :)
Beste Grüsse

Steve
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Re: Lohnabrechnung per E-Mail versenden

Beitragvon Lutze » So 10. Dez 2017, 10:40

Oder kannst du meine mails lesen?
Theoretisch ja, theoretisch aber auch die Postkarten an Dich. "Hacker" müsste ich dazu nicht zwingend sein.
So jetzt eine wirklich ernst gemeinte Bitte. Du kennst meine hier im Forum hinterlegte mailadresse. Bitte lies und kopiere eine meiner mails und schicke mir diese dann hier per PN zu.
Wenn der Hacker meine Daten hat, die er auch für die mails benötigt ist beides gleich unsicher.
Evtl. solltest Du Dich einmal mit den technischen Hintergründen befassen? Erfolgt die Übertragung Deiner Mails verschlüsselt, sind diese auf dem Übertragungsweg nicht im Klartext und können nicht ohne Weiteres gelesen werden. Dies gilt für alles, was verschlüsselt übermittelt wird.
Ich bleibe dabei bis du mir das Gegenteil beweist. Für das lesen von mails bedarf es einer Menge mehr an krimineller Energie als für das lesen eines Briefes. Sicherer (nicht sicher) wird es dann erst wenn dieser Brief als Einschreiben mit Rückschein läuft.
Viele Briefe die tatsächlich sensible Daten enthalten mehr als in einer Lohnabrechnung sind nicht nur einfacher zu lesen, sie sind auch noch als solche zu erkennen. Da gibt es so nette gelbe Briefe von Finanzamt oder anderen Institutionen mitunter nicht einmal zu geklebt und mit vereinfachter Zustellung in den Kasten geworfen.
Um eine sensible mail zu lesen müsste ja mein ganzer Datenstrom mitgeschnitten werden und ausgewertet werden. Die laufen ja auch unverschlüsselt nicht als txt-Datei.
Ja, wenn man so will. Wenn jemand unbefugtes einen Brief öffnet, verletzt er/sie das Briefgeheimnis und begeht somit eine Straftat. Wenn jemand eine verschlüsselte Verbindung "hakt", ebenso. Wenn jemand unverschlüsslte Daten mitliest, ist das wie mit der Postkarte - man muss damit rechnen, dass es mitgelesen werden kann.
Verstehe ich nicht, meiner Meinung nach kann niemand unverschlüsselte Daten mitlesen ohne kriminelle Energie zu nutzen. Ich sehe nirgends eine Möglichkeit die einfach mitzulesen. Selbst bei einer Postkarte steht dem Postboten nicht mehr zu als Adresse und Absender einzusehen.

Ja, wenn man so will. Wenn jemand unbefugtes einen Brief öffnet, verletzt er/sie das Briefgeheimnis und begeht somit eine Straftat. Wenn jemand eine verschlüsselte Verbindung "hakt", ebenso. Wenn jemand unverschlüsslte Daten mitliest, ist das wie mit der Postkarte - man muss damit rechnen, dass es mitgelesen werden kann. Sensible Informationen versendet Du vermutlich eher per Brief, als per Postkarte, da Du sichergehen möchtest, dass diese nicht gelesen werden. Bei E-Mail ist dies dann vergleichbar, nur sind sich hier viele der Sachlage nicht bewusst.

Deshalb bitte ich dich nochmal eine meiner mails zu lesen und mir den Inhalt mitzuteilen.

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Re: Lohnabrechnung per E-Mail versenden

Beitragvon StbVergin » So 10. Dez 2017, 11:40

An alle Beteiligten der Diskussion,

dem Grunde sind alle Eure Beiträge nach berechtigt und hilfreich.

Wir sollten uns jedoch überlegen, was der Anlass war...

Ich habe ein Tool entwickelt,. welches den Versandt an E-Mail Adressen ermöglicht.
Das heißt nicht, der Empfänger wird gezwungen, eine solche E-Mail zu erhalten, dieses setzt immer sein Einverständnis voraus.
In dem Moment , wo ein Arbeitnehmer sich damit einverstanden erklärt, genehmigt dieser einen solchen
versandt bis auf Widerruf.
Insoweit ist dann weder das Briefgeheimnis noch das Fernmeldegeheimnis betroffen, derweil sein Einverständnis vorliegt.

Wenn wir uns das vergegenwärtigen, erübrigt sich m.E. alles weitere....

Ich kann also jeden Arbeitgeber nur raten, der mein oder ein ähnliches Tool verwendet, zum einen die privaten E-Mail-Adressen der Mitarbeiter zu verwenden als auch eine schriftliche Genehmigung vom Arbeitnehmer einzuholen.
(private E-Mail Account, weil andernfalls bei einem Firmenmail Account auch die Administratoren der EDV Zugriff haben)

Erst unter der Voraussetzung, das der Arbeitnehmer ohne seine Zustimmung seine Abrechnungsunterlagen erhält, wäre zu prüfen, wie es mit einer Verschlüsselung aussieht, in meiner langjährigen Praxis jedoch ist es den Empfänger bisher "egal" gewesen, allein vielleicht deshalb, weil sie sich weder Gedanken über die Sicherheit noch darüber gemacht haben, ob jemand überhaupt ein Interesse daran hat, ein privates E-Mail Account "zu hacken" um die ggfs. darin vorhandenen Informationen zu verwenden....

Gruß

Olaf Vergin

DBR
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Re: Lohnabrechnung per E-Mail versenden

Beitragvon DBR » Di 27. Feb 2018, 18:53

Hallo Forums-Mitglieder,

ich habe in Lexware keine Möglichkeit gefunden, die Lohnabrechnungen, Meldebescheinigungen oder Lohnsteuerbescheinigungen als E-Mail an die Mitarbeiter zu versenden.

Als Lösung habe ich ein kleines Tool programmiert, basierend auf MS-Access, mit dem kann ich nun binnen 20 Sekunden alle über 30 Mails versenden, wenn jemand Interesse hat, bitte melden.
könnte ich da auch irgendwie dran kommen? :-)
ich habe keine möglichkeit zur privaten nachricht gefunden hier...

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Re: Lohnabrechnung per E-Mail versenden

Beitragvon StbVergin » Do 17. Mai 2018, 14:43

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