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Update von Pro 2012 ohne Laufzeit

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Moderator: Steve Rückwardt

Lutze
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Re: Update von Pro 2012 ohne Laufzeit

Beitragvon Lutze » Di 26. Jun 2018, 11:18

Hierbei ist auch zu berücksichtigen: ein nicht geringer Teil der Nutzer:innen sind keine Profis in dem Bereich sondern machen das nebenbei, teilweise mit keiner bis wenig Kenntnis der Materie.
Das ist eben genau der Punkt. Was mich eben am meisten stört sind eben solche Post:
Mit der Version 2016 lassen sich weder die aktuellen Anforderung bei einer BP gem. AO, noch die Vorgaben der DSGVO erfüllen. Auf Grund der sich ständig ändernden gesetzlichen Vorgaben auch im Bereich der Warenwirtschaft, kommt man eigentlich um ein Abo-Modell gleich bei welchem Anbieter herum.

Eine Schätzung oder Hinzurechnung des BP oder Bußgelder bei DSGVO Verstößen sind wesentlich teuerer aus viele viele jährliche Updates.
Da wird einmal Angst gemacht und dann eben umgekehrt der von dir angesprochene Anwender in Sicherheit gewiegt so er immer aktuelle Updates nutzt. Er merkt nicht das dies nur Marketing ist.
Das finde ich in einem Forum unpassend, auf der Verkaufsseite des Herstellers sind die Werbeaussagen ok aber hier immer wieder den Hinweis zu lesen das geht gar nicht ohne Updateversion.
Wenn das Finanzamt kommt nutzt dir das überhaupt nichts wenn du sagst ich habe hier die aktuelle Version bei mir ist alles korrekt.
Aber egal am Ende sollte nur klar sein der User ist selbst für alles verantwortlich.

Ich habe Kunden mit einer Software mit der "hoheitliche Aufgaben" erfüllt werden. Die bekommen aktuell zum Beispiel wenn nicht upgedatet wurde bei jedem Programmstart den Hinweis das dies nicht den aktuellen Leitfäden entspricht. Der Kunde muss dann selber entscheiden was er macht. In diesem Falle kann es sogar böse Ärger geben und hunderte Kunden könnten bei einem strengen Prüfer in der Firma erneut einbestellt werden müssen, die Tüv Untersuchung des Pkw wird ungültig. Im wahren Leben wird über diesen Fehler tatsächlich aber drüber weg gesehen.
Ähnlich ist es hier, im realen Leben wird erst mal nur der Finger gehoben, die meisten Prüfer des FA im Außendienst sind da auch kulant.

Bei mir war es dem Prüfer auch eher egal, nur dadurch das die damals aktuelle Software mit der vom FA leider nicht korrekt arbeitete waren grobe Fehler zu meinem Nachteil in der Prüfung. Der Prüfer kam sogar erneut vorbei und versuchte es neu einzulesen. Selber Fehler. Das hat mich am Ende ein Vermögen gekostet. Mein Steuerberater hat dann die komplette Buchhaltung zurück liegender Jahre neu gemacht also jeden Beleg.
Seit diesem Jahr macht der Steuerberater das jetzt komplett, da fühle ich mich selbst sicherer.

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Steve Rückwardt
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Re: Update von Pro 2012 ohne Laufzeit

Beitragvon Steve Rückwardt » Do 28. Jun 2018, 08:58

Und wieder vermischst Du mMn Dinge.
Da wird einmal Angst gemacht und dann eben umgekehrt der von dir angesprochene Anwender in Sicherheit gewiegt so er immer aktuelle Updates nutzt.
Niemand ist "safe" nur weil er eine aktuelle Software nutzt und sich sonst um nichts weiter kümmert. Die Software ist ein Werkzeug, welches bestimmte Dinge ermöglicht, wie eben z.B. die gesetzlich notwendigen Sperr-/Löschfunktionen gemäss DSGVO oder auch einen Betriebsprüferexport, aktuelle gesetzliche Lohn- und Steuervorgaben etc.

Die Anwender:innen müssen natürlich auch selbst noch etwas tun, wie z.B. Aufbewahrungs- und Archivierungspflichten nachzukommen, korrekt zu buchen etc.

Das mit dem Angst machen kann man so sehen, muss man aber nicht. Auf der anderen Seite: wenn ne Prüfung ins Haus schneit und man dann wegen solchen Dinge "auf die Fresse" bekommt, ist das Geschrei auch wieder gross, wenn die Software die notwendigen Optionen gar nicht bietet.
Das finde ich in einem Forum unpassend, auf der Verkaufsseite des Herstellers sind die Werbeaussagen ok aber hier immer wieder den Hinweis zu lesen das geht gar nicht ohne Updateversion.
Das verstehe ich nicht. Ein Forum ist ein Platz für Austausch und ich für meine Person schreibe hier nur Dinge die ich so denke bzw. die ich so vertrete. Und wenn ich der Ansicht bin, dass es bei Dingen wie Buchhaltung, Lohnabrechnung oder auch Fakturierung mittlerweile notwendig ist, eine aktuelle Version einzusetzen, dann schreibe ich das auch. Warum auch nicht? Hier melden sich Anwender:innen mit Fragen und ich verstehe meinen Job so, dass ich helfe, wenn ich kann. Dazu gehört es aber auch, ehrlich zu sein und auf Dinge hinzuweisen, deren sich manche Personen evtl. gar nicht bewusst sind.
Beste Grüsse

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Re: Update von Pro 2012 ohne Laufzeit

Beitragvon Lutze » Do 28. Jun 2018, 20:32

Das verstehe ich nicht. Ein Forum ist ein Platz für Austausch und ich für meine Person schreibe hier nur Dinge die ich so denke bzw. die ich so vertrete. Und wenn ich der Ansicht bin, dass es bei Dingen wie Buchhaltung, Lohnabrechnung oder auch Fakturierung mittlerweile notwendig ist, eine aktuelle Version einzusetzen, dann schreibe ich das auch. Warum auch nicht? Hier melden sich Anwender:innen mit Fragen und ich verstehe meinen Job so, dass ich helfe, wenn ich kann. Dazu gehört es aber auch, ehrlich zu sein und auf Dinge hinzuweisen, deren sich manche Personen evtl. gar nicht bewusst sind.
Von dir habe ich eine solche Aussage wie ich sie meine auch noch nicht gelesen.

Beim Herrn Husemann sehe ich das aber anders.
Mit der Version 2016 lassen sich weder die aktuellen Anforderung bei einer BP gem. AO, noch die Vorgaben der DSGVO erfüllen. Auf Grund der sich ständig ändernden gesetzlichen Vorgaben auch im Bereich der Warenwirtschaft, kommt man eigentlich um ein Abo-Modell gleich bei welchem Anbieter herum.

Eine Schätzung oder Hinzurechnung des BP oder Bußgelder bei DSGVO Verstößen sind wesentlich teuerer aus viele viele jährliche Updates.
Da wird einmal mit Bußgeldern Angst gemacht und andererseits eben genau der Anwender den du angesprochen hast, der sich eben nicht auskennt, eine scheinheilige Sicherheit vorgegaukelt. Kauf die Software und alles ist gut.
Auch wenn mal wieder durch genau dieses Update eine zeitnahe Buchhaltung nicht mehr möglich ist.
Zumal ich meine das eben auch der erste Teil der Aussage nicht stimmt. Um das so feststellen zu können müsste man ganz genau die internen Abläufe beim Kunden kennen und wissen in welchem Umfang welche Software genau genutzt wird.

Das zum Beispiel mit Nutzung der 2016er Version direkt ein Verstoß gegen die DSGVO einhergeht halte ich auch für ein Gerücht.

Außerdem würde ich gerne bei diesen Zwangsupdates gerne eine detailierte Auflistung haben was in den Update enthalten ist und geändert wurde.

Das ist zum Beispiel bei einem Lieferanten von mir der Fall da werden die vierteljährlichen Updates mit Neuerungen Veränderungen gelistet.
Das bei von mir geschätzten um die 5000 Pakete die in Deutschland verkauft werden. Sollte bei Lexware deutlich mehr sein.

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Re: Update von Pro 2012 ohne Laufzeit

Beitragvon Andreas Husemann » Fr 29. Jun 2018, 07:15

Es ist nicht meine Intention Angst zu machen. Ich weise nur auf Fakten hin, die genau den Anwendern die sich eben keine Gedanken über die Folgen des Einsatzes einer veralteten Software machen. Da ich regelmäßig Anfragen haben, die genau dieses Problem betreffen. Der BP steht schon im Büro und will Daten haben. Dazu ist er auch berechtig. Der Kunde hat eine alte Version und kann genau diese Anforderung, zu der er nach AO verpflichtet ist nicht nachkommen. Der Kunde muss dann unter enormen Zeitdruck eine Lösung finden.

Weiteres Beispiel: Der BP prüft im Programm, ob die Vorgaben gem. GOBD bezüglich Unveränderlichkeit eingehalten werden. Das ist in älteren Versionen standardmäßig nicht aktiv. Wenn er feststellt, dass das Programm nicht konform ist, machen es sich viele Prüfer sehr leicht und gehen in den Schätzermodus über. Das ist dann absolut nicht mehr witzig und hat auch nichts mit Angst machen zu tun. Ich kenne einige Fälle, wo genau das passiert ist. Mit dem dadurch entstandenen Nachteil hätte man jahrzehnte lang Updates machen können.

Mit den alten Versionen begeht man nicht unbedingt direkt einen Verstoß gegen die DSGVO, aber mindestens mittelbar. Mit den alten Versionen können Anforderung nach Löschung von alten Daten nicht erfüllt werden. Es ist nicht möglich eine elektronische Auskunft zu erteilen. Die laut DSGVO geforderte Dokumentation wer, wann welchen Zugriff auf personenbezogene Daten hatte ist nicht mal ansatzweise möglich.

Ich habe nichts davon, wenn ich andere Anwender darauf hinweise, dass Sie mit einer alten Version nicht gesetzeskonform arbeiten können. Ich mache dass, damit solche Anwender darauf hingewiesen werden und selbst eine Entscheidung unter Einbeziehung der Fakten/Gesetzeslage treffen können. Noch nie hat jemand bei mir ein Update bestellt, nur weil ich hier darauf hingewiesen habe, dass es problematisch ist mit einer veralteten Version zu arbeiten. Wo soll also mein Vorteil sein? Es geht darum dem Anwender eine Entscheidungshilfe zu geben oder zumindest anzuregen, sich mit den gesetzlichen Anforderungen zu beschäftigen.

Und was Sie für ein Gerücht bezüglich der DSGVO und alten Versionen halten, ist mir faktisch ziemlich egal, denn offenbar haben Sie sich mit dem Thema nicht ausreichend beschäftigt.

Ich habe auch niemals gesagt, dass man mit der aktuellen Software immer "safe" ist. Ich habe nur gesagt, dass man mit alten Versionen definitiv nicht alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen kann. Letztendlich ist immer der Anwender in der Verantwortung. Ich kann auch den aktuellen Versionen gegen Gesetze und Verordnungen verstoßen.
Viele Grüße
Andreas Husemann

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Re: Update von Pro 2012 ohne Laufzeit

Beitragvon Steve Rückwardt » Fr 29. Jun 2018, 09:33

Da wird einmal mit Bußgeldern Angst gemacht und andererseits eben genau der Anwender den du angesprochen hast, der sich eben nicht auskennt, eine scheinheilige Sicherheit vorgegaukelt. Kauf die Software und alles ist gut.
Nö, sehe ich nicht so. Es gibt auch Bussgelder für fehlendes anlegen des Sicherheitsgurtes im Auto, telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung, zu schnelles Fahren etc. Ob die Fahrer:innen letztlich den Gurt anlegen, am Steuer ohne FE telefonieren oder zu schnell fahren, obliegt der Person am Steuer.

Wie Andreas ja selbst schreibt: es sind nun einmal die Fakten die passieren können. Ob jemand letztlich eine Prüfung bekommt und wie die/der Prüfer:in an dem Tag so drauf ist, kann ja vorab niemand wissen. Im Zweifel halten sich die Prüfer:innen an die geltende Gesetzeslage. Darauf hinzuweisen ist durchaus angebracht, gerade für Anwender:innen, die sich nur so semi bis gar nicht mit der Materie befassen.

Speziell bei Fakturierung und Warenwirtschaft nehmen es viele Menschen relativ leicht, da sie nicht wissen, dass sich die Prüfungen mittlerweile auch auf solche Softwareprogramme erstrecken können.
Auch wenn mal wieder durch genau dieses Update eine zeitnahe Buchhaltung nicht mehr möglich ist.
Nochmal: das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Die Grundlagen schaffen und wie mit Bugs umgegangen wird, sind verschiedene Paar Schuhe.
Außerdem würde ich gerne bei diesen Zwangsupdates gerne eine detailierte Auflistung haben was in den Update enthalten ist und geändert wurde.
Die gibt es, wobei man natürlich darüber diskutieren kann, was genau detailliertt ist. Nach jedem Update gibt es eine Übersicht mit "NEues in Ihrer Version" und auch auf lex-blog.de versuche bei den Aktualisierungen die wichtigsten Änderungen zu benannen, sofern sie mir bekannt sind.
Beste Grüsse

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