Debitoren- und Kreditoren Konto bei neuem Unternehmen behalten?

Hier ist Platz für Themen rund um Lexware Programme buchhalter, kassenbuch anlagenverwaltung.

Moderator: Steve Rückwardt

Ecrivain
Mitglied

Beiträge: 763
Registriert: Fr 24. Apr 2015, 19:06
Lexware-Software: diverse (Buchhaltung, Warenwirtschaft, Lohn + Gehalt, Reisekosten, Banking)
Danke gesagt: 4 Mal
Danke erhalten: 164 Mal

Re: Debitoren- und Kreditoren Konto bei neuem Unternehmen behalten?

Beitragvon Ecrivain » Do 6. Sep 2018, 14:01

Ich habe mir die Sache genau überlegt und mit meiner e.K. als Rechtsform muss ich auch die Doppelte Buchführung machen da mein Gewinn über 60.000€ liegt.
Und der Rest??? Als eK machst du eine Steuerbilanz, als GmbH ist eine Handelsbilanz zuätzlich zu machen, da die deutsche Einheitsbilanz inzwischen nur noch in wenigen Fällen möglich ist (unterschiedlichen Bewertungsvorschriften, Ansatzvorschriften etc.). Aber es ist deine Entscheidung - auch alles übrige (Feststellung der Bilanz - Schriftform bei Einmann-Gmbh!, Einreichung beim Bundesanzeiger mit Fristen, die bei Nichteinhaltung mit empfindlichen Bußgeldern belegt werden etc.) solltest du im Vorfeld klären. Deine Überlegeungen scheinen mir nicht sehr weit gegangen zu sein.
Freundliche Grüße Ecrivain

Rainer
Mitglied

Beiträge: 66
Registriert: Do 9. Jun 2016, 19:02
Lexware-Software: business plus, Anlagenverwaltung
Danke gesagt: 1 Mal
Danke erhalten: 10 Mal

Re: Debitoren- und Kreditoren Konto bei neuem Unternehmen behalten?

Beitragvon Rainer » Mi 14. Nov 2018, 19:49

Hallo Ecrivain,

also die Probleme sehe ich nicht. Das GmbHG lässt eine Frist von 11 Monaten für den handelsrechtlichen Abschluss. Das FA will aber schon zum 31.05. eine E-Bilanz haben. Und da es keine Steuerbilanz mehr gibt, sondern nur noch die E-Bilanz, reicht auch eine Überleitungsrechnung innerhalb der E-Bilanz-Zentrale und der Ausdruck der E-Bilanz mit Anlagen.

Aber es geht nicht nur um die Haftung. Ein Unternehmer lebt vom Gewinn, d.h. er hat ein schwankendes und nicht vorhersehbares Einkommen und muss Einkommensteuervorauszahlungen leisten. Oftmals wird der Gewinn dann bis zum letzten Cent "verbraten" und es kommt zu Liquidationsschwierigkeiten. Der GF hat jedoch ein festes Einkommen und unterleigt dem Lohnsteuerabzug (und kriegt eine bessere Bonität und bessere Konditionen für sein Privatkonto). Mit etwas Geschick (Strohmänner mit reinnehmen) kann er sogar in den Genuss der gesetzlichen SV kommen.

Außerdem gibt es Unterschiede in der Besteuerung. Bei der GmbH fällt der Gewinn um das GF-Gehalt niedriger aus als bei einem Einzelunternehmen und wird lediglich mit 15% besteuert. Der Gewerbesteuer-Freibetrag ist einTropfen auf den heißen Stein, weil der GF ja wohl in der Regel mehr verdient als 24000,00 € p.a. brutto. Zum steuerlichen Bummerang kann die GmbH nur dann werden, wenn man sich mit seinem GF-Gehalt nicht zufriedengibt und noch gierig Gewinnausschüttungen beschließen will. Ich kenne keinen, der die Umwandlung in eine GmbH bereut hat; die freuen sich alle über Steuerrückerstattungen bei ihrer privaten Steuerklärung gegenüber früheren Nachzahlungen und die mickrige Körperschaftssteuer, die auch noch vom Firmenkonto bezahlt wird.

Gruß
Rainer


Zurück zu „Rechnungswesen (z.B. Lexware buchhalter)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste

Forum unterstützen