Kreditorenkonto anlegen auch für Kleinigkeiten

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Rainer
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Re: Kreditorenkonto anlegen auch für Kleinigkeiten

Beitrag von Rainer » Do 16. Aug 2018, 18:40

Hallo Benni,

für die Bank hast Du in der Regel ja gar keine Rechnung, sondern nur eine Buchung auf dem Kontoauszug. Die buchst Du entweder nur gegen Kosten des Geldverkehrs oder - wenn Soll-Zinsen angefallen sind - als Splittbuchung.

Porto u.ä.: Du kannst Dich auch selbst als Kreditor anlegen, wenn Du persönlich Beträge vorstreckst. Die Zahlung kriegst Du dann auf Dein Privatkonto erstattet. Besonders bei einer GmbH, wo es keine Privateinlagen gibt.

Es gibt auch die Möglichkeit, Sammelkreditoren anzulegen, z.B. "Ebay-Partner", wenn man öfter über Ebay einkauft, aber immer bei verschiedenen Lieferanten.

Möglichst Finger weg von Barkassen. Die ermöglichen Prüfern immer wieder Angriffspunkte - erst Recht seit Einführung der sog. "Kassennachschau". Einnahmen sollten daher immer über Debitoren laufen - und wenn es die eigenen Verkäufer sind.

Gruß
Rainer
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Re: Kreditorenkonto anlegen auch für Kleinigkeiten

Beitrag von Rainer » Mi 14. Nov 2018, 21:30

Vielleicht noch ein Nachtrag dazu:

Die eigentliche Rechtsgrundlage bildet §355 ff HGB, den allerdings "kein Schwein" versteht. Was ist "derart"?

Die Zeiten haben sich aber auch seit 1896 grundlegend geändert. War früher Barzahlung die Regel, so ist es heute der unbare Zahlungsverkehr. Früher wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet - die Differenzierung zwischen einem Debitoren- und einem Kreditorenkonto gab es also nicht.

An die Stelle des Rechnungsabschlusses ist heute der Kontoausgleich durch Zahlungsein- oder Ausgang getreten, so dass das Konto hierdurch ausgeglichen wird. Und er geschieht auch nicht nur jährlich einmal, sondern durch regelmäßige Zahlungsläufe.

Soweit die Rechtslage und die Theorie. Eine Zahlung setzt aber voraus, dass die Bankverbindung hinterlegt wird, denn sonst kann ja kein Zahlungsverkehr funktionieren. Deshalb werden heute mehr Personenkonten benötigt als früher. Faktisch ist ein Konto aber erledigt, wenn es ausgeglichen ist und keine neuen Geschäftsvorfälle anfallen. Daher kann man ein nicht mehr benötigtes Personenkonto im übernächsten Jahr bedenkenlos umbenennen und die Daten darin ändern - es also wiederverwenden.

Gruß
Rainer
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