Vorabpauschale für Investmentfonds

Hallo zusammen,
nutze derzeit den FM 2023. Da es 2024 mit den gestiegenen Zinsen zum Jahresanfang gilt, (nur) für thesaurierende Fonds und ETFs die sog. Vorabpauschale (wurde immerhin schon 2018 eingeführt) zu bezahlen, frage ich mich, wie ich diese im Programm eintragen soll?
Als „kursive“ (Pflicht)Kategorie existiert sie nicht. Wäre auch Blödsinn, denn man zahlt letztlich ja „normale“ Steuern auf den Betrag der Vorabpauschale. Genau genommen ist es so:

  1. die Depotbank ermittelt die Vorabpauschale (sozusagen ein Gewinn bei einem Verkauf in der Zukunft, auf den jetzt schon mal Steuern bezahlt werden „darf“)
  2. es erfolgt ggf. eine Teilfreistellung
  3. es werden auf den resultierenden Betrag KESt. und Soli (+ggf. Kirchensteuer) abgeführt.

Ich hatte schon versucht, diesen Vorgang wie eine (negative) Dividende zu behandeln. Problem ist nur, dass es dann mit dem Gesamtbetrag nicht funktioniert (der Finanzmanager „verdoppelt“ mir dann den Betrag). Weiters ist es ja so, dass die im Rahmen der Vorabpauschale gezahlten Steuern vom Programm irgendwie markiert bzw. weiter vorgehalten werden sollten. Denn, falls man den Fonds später verkauft, werden die bereits gezahlten Steuern bei der Besteuerung des Verkaufserlöses angerechnet.
Meines Erachtens wäre die Einführung einer neuen Wertpapier-Vorgangsart sinnvoll.
Wie habt ihr das Thema gelöst? Müsste Lexware das nicht einfach offiziell einbauen?

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Gute Frage, hab ich auch schon überlegt wie ich das eintrage.
Bisher habe ich keine Idee dazu.

Ja, das ist definitiv ein Manko in der Software. Das gleiche Problem tritt ja auch auf, wenn man eine Steuergutschrift, z. B. bei der Gegenrechnung mit den Verlusttöpfen bekommt. Es wäre gut, wenn z. B. Dividendeneinnahmen mit dem Betrag Null möglich wären, dann könnte man eine reine Steuerbuchung machen. Ich ärgere ich schon lange, dass dieses Problem von Lexware nicht mal gelöst wird.
Damit die Reports funktionieren ist mir bisher nur eingefallen, aus der einen Buchung zwei zu machen, mit z. B. 1 cent Dividende und und 1 Cent mehr Steuern (dann bleibt die Gesamtsumme) und dann eine zweite Buchung mit minus 1 Cent Dividende und minus 1 Cent Steuer, was eine Nullbuchung ergibt.

Ich habe dieses Problem so gelöst, dass ich es als Ausgabe(n) buche. Die erste Buchung mit der Ausgabe-Kategorie Steuer: Kapitalertragsteuer, die zweite Buchung mit der Ausgabe-Kategorie Steuer: SolZ. Im Verwendungszweck dann die Angabe „Vorabpauschale“

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