Umsatzsteuer-Voranmeldung / innergemeinschaftlicher Erwerb

Hallo,

ich habe bzgl. einer USt-VA ein Schreiben vom Finanzamt bekommen, dass die Beträge von Vor- und Umsatzsteuer für innergemeinschaftliche Erwerbe nicht übereinstimmen. Ich habe das daraufhin von unserem Steuerberater prüfen lassen und er teilte mir folgendes mit:

„Das Lexware Programm bucht die USt von Innergemeinschaftlichen Erwerben falsch. Normalerweise muss bei Rechnungen, die auf das Konto #3425 gebucht werden, direkt die Vorsteuer sowie die Umsatzsteuer gezogen werden. Bei Ihnen bucht er aber nur die Vorsteuer und die Umsatzsteuer erst dann, wenn die Rechnung bezahlt wird. Das ist steuerlich nicht korrekt. Bitte klären Sie das mit Lexware und übermitteln dann eine neue Umsatzsteuer-Voranmeldung. In der Spalte neben der Zeile 89 und in der Zeile 61 Ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung müssen die gleichen Beträge stehen.“

Kann man das irgendwo im Programm einstellen?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Hallo IT2011,

dann ist da vermutlich der falsche Steuerschlüssel hinterlegt.

Schaue mal unter „Verwaltung“ → „Steuersätze“ ob bei der der Steuersatz „IgE 19% USt/VSt“ vorhanden ist.

Der muss dann unten in die Buchung rein.

Viele Grüße
Marcus

Hallo Marcus,

ja der Steuerschlüssel ist da und den habe ich auch bei der Buchung ausgewählt. Ich finde im Journal auch die entsprechende Umbuchung (1574 an 1774).

Viele Grüße
Ines

Hallo Ines,

hast Du bei den beiden Konten schon mal in der Kontenverwaltung in den Eigenschaften die UStPos geprüft?

Nein… was genau soll ich da prüfen? (Sorry, mir fehlt da wahrscheinlich etwas Wissen).

Ob es eine Positionszuordnung gibt und wenn ja, ob es die korrekte ist. Die Werte werden darüber einer Position in der Umsatzsteuervoranmeldung zugeordnet. Steht hier keine oder eine falsche Position drin, erfolgt die Zuordnung eben auch nicht oder eben falsch.

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Hallo,

vielen Dank für den Hinweis. Tatsächlich war dem Konto 1774 keine Position zugeordnet. Das habe ich nun geändert.

Jetzt habe ich allerdings trotzdem noch etwas Chaos, denn ich habe gesehen, dass auch dem Konto 3425 die Position 89 zugeordnet ist, d.h. ich habe die Beträge von 1774 da drin plus die Umsätze von 3425. Soll ich die Positionszuordnung vom 3425 löschen?

Hallo,

das muss so sein, damit die Basis für die Steuer ausgewiesen werden kann (siehe Anlage)

Hallo,

trotzdem stimmt irgendwie etwas nicht in der Zeile 89. Anbei mal die Screenshots der Zahlen, wie sie in der Anmeldung eingetragen werden sowie die Bemessungsgrundlagen.
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Hm, wenn die Bemessungsgrundlage um die 1600 EUR ist, wie kann es denn da eine einzelne Umbuchung (von weiteren) von Umsatzsteuer in Höhe von über 500 EUR geben? Da scheint mir wirklich etwas „queer“ zu liegen. Schau Dir doch nochmal alle diese Buchungen konkret an. Wurde hier immer der korrekte Steuerschlüssel in der Buchung gewählt? Ist da irgendetwas anderes ungewöhnlich/auffällig?

Also ich habe jetzt noch mal alles ganz genau geprüft und es stimmt wirklich alles. Alle Eingangsrechnungen wurden mit korrektem Steuerschlüssel gebucht und im Journal finde ich auch die entsprechenden Umbuchungen dazu.

Allerdings hat das Programm etwas komisches gemacht.

In der Voranmeldung (Bemessungsgrundlagen) finde ich unter der Position 89 folgendes:

  • Konto 1774 (USt aus EG-Erwerb) mit den USt-Beträgen gemäß Journal → dieser Betrag stimmt mit dem Betrag in der Position 61 überein
  • Konto 3425 (EG-Erwerb 19% VSt und 19% USt): Hier tauchen die zwei Beträge aus den Buchungen auf, die ich direkt aufs Konto 3425 gebucht habe → Allerdings stehen da nicht die Ust-Beträge sondern die Rechnungsbeträge (und die USt-Beträge stehen ja schon beim Konto 1774)

→ Summe Konto 1774 plus Summe Konto 3425 stehen nun als Bemessungsgrundlage in meiner Voranmeldung (Position 89).


In den Kontoeinstellungen habe ich sowohl beim Konto 1774 und beim Konto 3425 die Voranmeldung-Position 89 zugeordnet. Hat es evtl. damit etwas zu tun?

Hallo,

kurz zur Ergänzung.
Bei der USt-Voranmeldung des nächsten Monats habe ich wieder das selbe Problem.

Die Beträge der VSt und USt EG-Erwerb stimmen zwar, aber das Programm trägt in die Spalte 89 als Bemessungsgrundlage einfach den Steuerbetrag ein anstatt den Umsatzbetrag, weshalb dann die Spalten 61 und 89 wieder nicht übereinstimmen.

Wenn also z.B. der UST-Betrag EG Erwerb 100 € ist, dann trägt das Programm in der Spalte 89 100 € in das Feld Bemessungsgrundlage und in das Feld Steuer dann 19 €.

Hallo zusammen, ja das gleiche Phänomen habe ich auch. ich hab jetzt mal beim 1774 einfach die Pos. in der UMST Voranmeldung auf Null gesetzt damit erst mal die Voranmeldung richtig raus kann. :open_mouth: Werde kommende Woche unseren Steuerberater mal fragen was man da machen kann :mrgreen:

Ich denke ja. Beim Konto 1774 sollte weder bei UStVA noch bei UST-Erklärung in den Konteneingenschaften eine Position hinterlegt sein. Also dort muss 0 stehen. Bei den Vorsteuerkonten ist dies natürlich nicht so. Zumindest ist es bei mir so hinterlegt und meine Voranmeldungen passen soweit.

Die Bemessungsgrundlage ist zudem in der Regel der Nettobetrag.

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Hallo,

habe bei 1774 die Position wieder auf 0 geändert (so wie es von Anfang an bei mir war). Allerdings fehlen jetzt auch in der Spalte 89 die ganzen Beträge, d.h. hier erscheinen nur die Beträge aus den Buchungen, die direkt auf 3425 gebucht waren, aber nicht die, bei denen ich über den Steuerschlüssel gebucht hatte. Bei der Vorsteuerposition passt es.

Auf der Position müssen doch auch nur die Beträge stehen, die auf 3425 gebucht wurden. Also bei Bemessungsgrundlage. Der Steuerteil der USt dann in der rechten Spalte. Oder verstehe ich Dich falsch?

Was meinst Du mit

denn genau? Beim Konto 3425 muss bei Steuersatz der I.g.E. 19% USt/VSt hinterlegt sein. Dann erfolgt die Umbuchung der USt und VSt automatisch bei Buchung auf dieses Konto.

Naja das Konto 3425 nehme ich ja nur bei innergemeinschaftlichem Erwerb/Wareneingang.

Ich kann ja aber auch z.B. Anlagevermögen buchen und anstelle dem Steurschlüssel „19%“ den Steuerschlüssel für „i.g.E 19% VSt/Ust“ nehmen.

(So hat es mir zumindest der Steuerberater gesagt…)

Jedenfalls stimmen, wenn ich es so mache, die Vorsteuerbeträge in der Position 61, aber die Umsatzsteuerbeträge in der Position 89 eben nicht, bzw. da fehlen sie.

Kannst Du, klar. Aber das Anlagekonto ist dann ja nicht entsprechend geschlüsselt. Der Steuersatz bucht ja nur die Steuer um. Die Bemessungsgrundlage wird dann nicht korrekt geführt. Weisst Du was ich meine?

Wenn Du Anlagegüter o.ä. über IgE beziehst, solltest Du Dir entsprechende Unterkonten zum jeweiligen Standardkonto anlegen und diese Konten entsprechend schlüsseln. Dann stimmt auch die Bemessungsgrundlage wieder.

Hallo,

okay alles klar, das mache ich.
Vielen Dank!