Stammdaten: Lohnsteuerabzugsmerkmale kommen nicht ins System, trotz Meldung

Hallo,

ein MA, der vor einiger Zeit aus dem Unternehmen ausgetreten war, arbeitet seit 01.02.2017 wieder bei uns (Austritt vorher Ende April 2016). Entsprechend habe ich ihn in L&G Anfang Februar wieder angelegt.

Seine Anmeldung bei der Stadt erfolgte am 23.02.2017.

Der MA hat sich am 23.02.2017 bei der Stadt gemeldet. Vorher befand er sich im Ausland und war nicht in Deutschland gemeldet.

Von Lexware / Elster wurde die Anmeldung gesendet am 28.02.2017.

L&G generierte mir dann die folgende Fehlermeldung, die am 28.03.2017 abgeholt wurde:

„Anmeldung, Transferticket …: 552020205 refDatumAG liegt vor Beginn der Meldepflicht“

In der Folge wurde 3 Monate mit selbst gebildeten Merkmalen abgerechnet, was funktionierte. ELStAM-Meldungen lagen bisher für diesen MA keine zum Abruf bereit.

Erstmals für Mai verweigerte L&G die Abrechnung nach selbst gebildeten Merkmalen. Für Mai + Juni hat das Programm daher Steuerklasse 6 (statt 1) angenommen.

Meine Fragen:

Wurden überhaupt schon einmal ELStAM-Meldungen für diesen MA bereitgestellt? Wie kann ich dies nachvollziehen? Bis auf diese Fehlermeldung habe ich nichts gefunden.

Wie kann ich die richtigen Merkmale ins Programm bringen? Müssten nochmal (?) ELStAM-Meldungen bereitgestellt werden, so dass ich die Meldebehörde kontaktieren müsste?

Oder muss ich den MA löschen und neu anlegen?

Welcher Weg führt zum Ziel?

Schöne Grüße,
tantalos

Hallo,

zu dem Anmeldezeitraum scheint der Mitarbeiter noch nicht beim Finanzamt gemeldet zu sein. Die Lösung ist es ihn über Elstam NACH dem Umstellungsdatum anzumelden, dies erfährst du im Zweifel beim Finanzamt.

Hierzu kannst du nur noch über den Weg Wechsel des Datenübermittlers gehen, das ansonsten Lexware ihn zum 01.02. anmelden möchte, was immer wieder zu der Fehlermeldung führt

Wechsel des Datenüberm. funktioniert nur ab dem aktuellen Zeitpunkt also ab Juli, hierzu muß auch der Abrechnungsmonat der Juli sein.

Ist der Weg über den Wechsel des Datenübermittlers der Normalfall?
Bzw. hätte alles geklappt, wenn das Finanzamt die Daten schon gehabt hätte, als die Übertragung durch Lexware/Elster am 28.02. stattfand?

Ich frage, weil ich gerne für die Zukunft wissen würde, wie ich diese Problematik vermeiden kann.

Droht durch diese Aktion die Entstehung anderer Probleme, die ich bedenken sollte oder wird letztlich nur das Neueinlesen der ELStAM-Daten forciert?

Du meinst den Wechsel über Extras > ELStAM > ELStAM-Meldungen > Wechsel des Datenübermittlers , richtig?

Wenn er dann die richtigen Daten bekommen hat, kann ich im Anschluss die Abrechnungen seit Februar korrigieren und korrigiert er mir dann auch die überzahlte Steuer (infolge der falschen Steuerklasse)?

Vielen Dank für Deine Hilfe!

Hallo tantalos,

es ist die einzige (mir bekannte) Möglichkeit, die Mitarbeiter:innen nochmal dem ELStAM-Server zu melden um Daten anzufordern (ohne, dass eine Änderung vorliegt).

Die Frage kann Dir faktisch nur das FA beantworten. Wenn die Daten des MA dort schon registriert gewesen wären, hätte vermutlich auch die ELStAM-Abfrage funktioniert.

Meinem Kenntnisstand nach lediglich letzteres.

Ja. :slight_smile:

Vermutlich wird hier der Datenstand ab dem aktuellen Monat zurückgemeldet. Das musst Du aber einfach abwarten. Wenn die Vormonate nicht automatisch korrigiert werden, ggf. mit Steuerbüro oder dem FA absprechen, wie mit den „falschen“ Monaten zu verfahren ist.