Rechnungsabgrenzungsposten für Mobilfunkvertrag

Guten Morgen zusammen,

für unser Unternehmen wurde ein Mobilfunkvertrag abgeschlossen und ein damit verbundenes vergünstigtes Endgerät erworben. Das Endgerät wurde vollständig aktiviert, so dass es bei der Besteuerung des AV vollständig berücksichtigt wird. Da ich bisher keine Möglichkeit fand im Soll und im Haben gleichzeitig gesplittet zu buchen, habe ich die Buchung zerlegt.

Mein bisheriger Buchungsvorschlag nach SKR03:
900490 (Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung) 649,98 € an 1200 (Bank) 649,98 € ==> Anteil EC-Zahlung incl. 19% USt.
0490 (Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung) 672,23 €
an 196,07 € 8600 (Sonstige Erlöse betrieblich und regelmäßig) ==> 7/24 der Subvention
an 476,16 € 0990 (Passive Rechnungsabgrenzung) ==> 17/24 der Subvention

Wenn ich die Buchung speichern möchte meldet Lexware, dass für das Konto 8600 USt. 19% hinterlegt ist und ich das nicht auf das Konto buchen sollte.

Habe ich da einen Denkfehler drin oder lediglich ein falsches Erlöskonto?

Wünsche allen einen guten Start in die Woche

Viele Grüße
John Leslie

Hallo John,

wenn ich das richtig sehe, erfolgt die Buchung mit 19% Vorsteuer, was bei einem Erlöskonto (8600), welches 19% Umsatzsteuer erwartet, vermutlich nichts wird. Ich kann Dir zu den Steuersätzen leider nicht viel sagen, bin eher für technische Fragen „gemacht“, aber evtl. über ein Transitkonto buchen, ohne Splitt, anstatt direkt?

Hallo John Leslie,

so wird das auch nichts, schon deshalb, weil der RAP immer ohne Vorsteuer gebucht wird. Aber wieso willst du überhaupt einen RAP buchen? Mit der Aktivierung des Wirtschaftsgut und der Wahl einer Laufzeit von 24 Monaten (also 2 Jahre) verteilst du doch schon auf zwei Jahre über die AfA? Ein RAP macht doch nur Sinn, wenn du direkt in den Aufwand buchst (also wenn du z. B. im Voraus zahlst).

Das Wirtschaftsgut „Endgerät“ kannst du m. E. wie folgt buchen:

  1. Einbuchung der Zahlung auf das BGA-Konto (geht m. E. ohne den Umweg über 900490); 0490 €649,98/1570 19% Vorsteuer €22,24 an 1200 Bank €672,23. Den Warnhinweis mit der Umsatzsteuer kannst du mit „ja“ wegklicken, denn die Vorsteuerbuchung ist richtig.

Richtiger wäre aber wohl eine Buchung
per 4920/1570 an Bank (damit wird die Vorsteuer auch richtig gebucht) und dann
per 0983 ARAP an 4920 ohne Mehrwertsteuerbuchung, also Steuerschlüssel 0. Wenn diese Buchung nicht gehen sollte (weil eventuell als Automatikkonto gekennzeichnet), dann
per 0983 ARAP an 2709 sonstige Erträge unregelmäßig.

Die monatlichen Gebühren werden ja ohnehin direkt in den Aufwand gebucht und sind daher periodengerecht erfasst.

Guten Morgen,

vielen Dank für eure Antworten!

Ich habe mich zu der Buchung entschieden, da das Tablet zum vollen Wert zu aktivieren ist. Allerdings habe ich es nun über ein Kreditorenkonto gebucht.

Im Stapel sah es dann so aus:

900490 (Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung) 1.449,93 €
an 71800 (Kreditor) 1.449,93 €

71800 (Kreditor) 1.449,93 €
an 1200 (Bank) 649,98 € ==> EC-Zahlung
an 908600 (Sonstige Erlöse betrieblich und regelmäßig) 233,32 € ==> Prämienanteil 2016 (7/24)
an 0990 (Passive Rechnungsabgrenzung) 566,63 € ==> Prämienanteil 2017 / 2018 (17/24)

Die Vor- und Umsatzsteuer für den wertmäßigen Anteil der Vertragsprämie gleichen sich aus, so dass schließlich nur die Vorsteuer für den per EC gezahlten Anteil übrig bleibt und der PRAP netto gebucht wird.
Lexware hatte nichts mehr zu meckern und der STB hatte (vor dem Ausbuchen) auch zugestimmt.

Sollte es denn trotzdem falsch sein?

Viele Grüße
John Leslie