„Eigentlich“ war ich ganz glücklich, mich über die letzten Jahre mit Taxman und dem EÜR-Rechner angefreundet zu haben; das Ende der Windows 7-Pflege seitens Microsoft hatte ich auf dem Schirm und auch das Taxman später, vielleicht schon in 2020, vielleicht aber auch erst viel später, Probleme mit meinem Windows 7 bekommt. Nun holt mich die Realität auf den Boden der Tatsachen zurück, auch wenn Taxman 2020 sich einwandfrei installieren ließ fordert der EÜR-Rechner das .Net-Framework 4.7.2 aber aus unerklärlichen und unerklärten Gründen kann ich dieses nicht auf meinem PC installieren. Die Gedanken die ich mir für „nach der Steuerklärung für 2019“ aufgehoben habe muss ich nun also vorziehen.
Als Einzelunternehmer mit durch die Auftraggeber weitgehend standardisierten Abläufen habe ich „eigentlich“ keine übermäßig anspruchsvollen Anforderungen an meine Software, allerdings arbeite ich täglich mit besonders schutzbedürftigen personenbezogenen Daten und bin deshalb, eigentlich, von der beruflichen Nutzung von Windows 10 ausgeschlossen. Wohin geht für mich also die Reise?
(1) einfach auf Windows 10 umsteigen und hoffen das Microsoft nicht aus Versehen bei mir verarbeitete besonders schutzbedürftige Daten verliert. Und/Oder meinen Patienten die Aufgabe ihrer Daten an Microsoft als unausweichlich verkaufen [die Daten müssen zur Abwicklung von sozialversicherungsrechtlichen Ansprüchen erhoben und verarbeitet werden. Diese Daten können nur auf Windows-basierten Systemen verarbeitet werden. Windows 10 kann nicht sicher dazu gebracht werden keine Daten nach Hause zu schicken. Patient, akzeptier das oder such dir einen anderen Behandler].
(2) den lange angedachten Schritt auf ein Linux-basiertes System tun. Dabei werde ich vermutlich die Lexware-Programme wie auch mein bisheriges Arbeitsorganisationsprogramm verlieren bzw. mich in ein neues einarbeiten müssen.
(3) einen separaten PC rein für die Steuererklärung anschaffen, Win10 installieren und mich freuen, Taxman/EÜR weiternutzen zu können.
(4) konsequent weiterdenken und für die 30 Stunden im Jahr die ich diesen PC brauche eine virtuelle Maschine bei Microsoft anmieten (Kostenpunkt: ca. €5 im Jahr) und hoffen das ich dort Taxman/EÜR installieren kann.
…oder gibt es andere, schlauere Ideen auf die ich gerade nicht komme? Anregungen nehme ich gerne entgegen, nur würde sich das Finanzamt freuen wenn ich bis Mitte 2020 erkläre was ich 2019 gemacht habe ![]()