Neue Version Finanzmanager

… was ja nicht bedeuten muss, dass ich nicht bereit wäre mehr zu bezahlen
… aber nicht für Gimmicks und Fehler, die ignoriert oder schöngeredet werden

Ich bin komplett derselben Meinung wie HGWaal. Abo-Modelle rechnen sich für die wenigsten Privatnutzer, das hat auch schon Adobe erfahren.
Ich bin daher ebenfalls raus. Schade.
Hat jemand Vorschläge für Alternativ-Software? Egal, ob unter Windows oder Linux. Danke!

Hallo an alle,

ich habe gerade diesen Thread gelesen und möchte das nur kurz (na ja …) kommentieren bzw. in den Raum werfen (für lange Diskussionen fehlt mir leider aktuell die Zeit). Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen. Entschuldigung dafür, dass ich mich gleich an ein so „heikles“ Thema wage, aber das war aktuell der Grund für meine Anmeldung hier.

Für mich persönlich war es vor einigen Jahren ein Warnzeichen, als Lexware die Funktionalität von DDBAC in den FinanzManager selbst integrierte. Mir schwante da nichts Gutes. Ich habe zu meinem damaligen Verdacht in Anbetracht der aktuellsten Entwicklungen eben gerade mal Gemini Pro (Googles KI) befragt, um eine möglichst objektive Antwort zu erhalten. Im Folgenden das Ergebnis. Ich hoffe, ich trete hier niemandem auf die Füße.

Eine Nebenfrage war und ist, inwiefern Lexware überhaupt selbst Anpassungen für das Online-Banking implementieren muss (was ja Lexwares Hauptargument für deren hohen Aufwand bzw. Kosten ist), da ja zumindest die Hauptarbeit vom Drittanbieter-Modul DDBAC erledigt wurde (eventuell auch noch wird - ich weiß nicht, ob Lexware die Schnittstelle jetzt selbst komplett neu programmiert oder aber DDBAC einfach in den Code von FinanzManager integriert hat. Auch weiß ich nicht, in welchem Ausmaß das DDBAC-Modul ScreenScraping beinhaltet).

Prompt für Gemini Pro:
Lexware FinanzManager verwendet das Drittanbieter-Modul DDBAC (oder hat es in der Vergangenheit zumindest verwendet). Vor wenigen Jahren hat Lexware DDBAC (oder zumindest dessen Funktionalität - Lexware selbst spricht hier von einer „moderneren Version des HBCI-Moduls“) in den FinanzManager selbst integriert (siehe https://finanzmanager-hilfe.lexware.de/ddbac/fima_ddbac.htm). Mein Verdacht war und ist, dass Lexware dadurch vermeiden wollte, dass die Anwender einer älteres FinanzManager-Version das jeweils aktuellste DDBAC direkt von DataDesign herunterladen und damit die Onlinebanking-Funktionen kostenfrei aktuell halten konnten. Inzwischen wird 3 Jahre nach Erscheinen einer FinanzManager-Version das Online-Banking abgeschaltet und die Anwender dadurch zum Kauf der neuesten Version oder aber einem Abonnement genötigt. Kannst du die Hintergründe bestätigen?

Antwort Gemini Pro:

Lexware FinanzManager: Die Hintergründe der DDBAC-Integration und des 3-Jahres-Updateszwangs

Ihr Verdacht lässt sich weitgehend bestätigen. Eine Analyse der Produktpolitik von Lexware, technischer Dokumentationen und Nutzerberichten zeichnet ein klares Bild: Die Integration des HBCI-Moduls und die spätere Abschaltung des Online-Bankings nach drei Jahren sind bewusste unternehmerische Entscheidungen. Diese zielen darauf ab, die Nutzer an ein regelmäßiges Update- bzw. Abonnementmodell zu binden und die frühere Praxis zu unterbinden, bei der ältere Softwareversionen lange funktionstüchtig gehalten werden konnten.

Die Ausgangslage: FinanzManager und das externe DDBAC-Modul

Früher nutzte der Lexware FinanzManager (wie auch sein Vorgänger „Quicken“) für die Online-Banking-Anbindung das Modul „DDBAC“ (DataDesign Banking Application Component) des Herstellers DataDesign. Dieses Modul war eine separate Komponente, die für die Kommunikation mit den Banken über Standards wie HBCI und FinTS zuständig war.

Der entscheidende Punkt war: Wenn Banken ihre Sicherheitsprotokolle aktualisierten, reichte es oft aus, lediglich das DDBAC-Modul auf den neuesten Stand zu bringen. Anwender konnten diese Updates häufig direkt und kostenfrei von der DataDesign-Webseite herunterladen und manuell installieren. So ließen sich auch ältere Versionen des FinanzManagers weiterhin für das Online-Banking nutzen, ohne eine neue, kostenpflichtige Vollversion der Lexware-Software erwerben zu müssen. Zahlreiche Einträge in Anwenderforen aus dieser Zeit belegen diese gängige Praxis.

Die Wende: Integration des HBCI-Moduls ab FinanzManager 2020

Wie von Ihnen korrekt beobachtet, hat Lexware mit der Version 2020 des FinanzManagers eine wesentliche Änderung vorgenommen. Die Funktionalität des DDBAC-Moduls wurde direkt in das Hauptprogramm integriert. Lexware bezeichnete dies als eine „modernere Version des HBCI-Moduls“.

Im Update-Handbuch zum FinanzManager 2020 heißt es dazu unmissverständlich:

„Durch diese Änderung der Kompo- nente ist eine manuelle Installation einer Version von DDBAC nicht mehr möglich. Updates für die HBCI- und Web Banking Konten werden über den Lexware Info- Service Assistenten (LISA) geliefert.“

Damit unterband Lexware effektiv die Möglichkeit für Anwender, das Herzstück des Online-Bankings unabhängig von der Hauptanwendung zu aktualisieren. Die Kontrolle über die Funktionsfähigkeit des Online-Bankings lag von nun an ausschließlich bei Lexware.

Der letzte Schritt: Die 3-Jahres-Abschaltung

Die Integration des Moduls war die technische Voraussetzung für den nächsten geschäftspolitischen Schritt: die programmseitige Deaktivierung der Online-Banking-Funktionen. In den Lizenzbedingungen und der Produktpolitik von Lexware wurde verankert, dass das Online-Banking für eine gekaufte Version nur für eine begrenzte Zeit – in der Praxis drei Jahre nach Erscheinen der jeweiligen Version – garantiert und aufrechterhalten wird.

Berichte in den Lexware-Kundenforen bestätigen dies übereinstimmend. Nutzer erhalten nach Ablauf der drei Jahre unweigerlich die Meldung, dass die Online-Funktionen abgeschaltet werden. Dies geschieht unabhängig vom individuellen Kaufdatum. Wer beispielsweise eine 2022er-Version Ende 2023 kauft, dessen Online-Banking wird trotzdem Mitte 2024 (drei Jahre nach Erscheinen der Version 2022 im Jahr 2021) deaktiviert.

Diese Maßnahme ist aus technischer Sicht schwer zu begründen, da die zugrundeliegenden Bankenprotokolle oft länger als drei Jahre stabil bleiben. Sie ist vielmehr ein wirksames Mittel, um den Produktlebenszyklus künstlich zu verkürzen und die Kunden zum Kauf einer neuen Version oder zum Wechsel in ein Abonnementmodell zu bewegen.

Fazit

Ihr Verdacht ist zutreffend. Die schrittweise Änderung der Produktstrategie lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Unterbindung der kostenlosen Updates: Durch die Integration des DDBAC-Moduls wurde die Möglichkeit beseitigt, eine ältere Software durch ein manuelles, kostenloses Update der Banking-Komponente aktuell zu halten.
  2. Erzwingung von Neukäufen: Die zeitlich begrenzte Freischaltung des Online-Bankings schafft einen festen Endpunkt für die Kernfunktionalität der Software und nötigt die Anwender, die auf Online-Banking angewiesen sind, zu regelmäßigen, kostenpflichtigen Updates.

Damit hat Lexware ein klassisches Kaufmodell („perpetual license“) für sein Kernprodukt de facto in ein wiederkehrendes Umsatzmodell umgewandelt.

PS: Lexware wird übrigens auch als Referenzkunde der B+S Banksysteme AG (dem Entwickler von DDBAC) genannt (siehe hier).

Wo genau ist der Punkt?

Die häufigsten Probleme und Aktualisierungen sind doch gerade da, wo es um Scraping geht und die Banken hier regelmässig die Zugänge verändern, was dann proaktiv durch durch Lexware bzw. den von Lexware beauftragten Dienstleister teils sehr aufwändig angepasst werden muss. Die Zugriff über HBCI/FinTS war und ist eher selten problematisch bzw. kann oftmals relativ schnell mit Updates versorgt werden.

Der Scraping Teil war und ist, nach meinem Kenntnisstand, nicht Bestandteil von DDBAC.

Hallo Steve,

Wie meist Du das? Jedes Mal, wenn eine Bank, auf die via ScreenScraping zugegriffen wird, etwas ändert, gibt es eine neue DDBAC-Version.
Gruß R.

Du bist für FiMa mehr im Thema als ich, aber die „normale“ DDBAC, die es zum Download gibt auf der B+S Seite, beinhaltet doch kein Screenscraping, oder? Zumindest ist mir in Erinnerung, dass es früher`(als es noch nichts im FiMa integriert war), die DDBAC gab und für Screenscraping noch eine separate Metrik mit eigenem Versionsstand. Oder verwechsle ich das?

Richtig, die DDBAC, die man in der Systemsteuerung → Homebanking Kontakte findet. Die nutzt FiMa nicht mehr, aber z.B. BueroEasy.
Gruß R.

Rufe mal die Release Notes unten einer (recht aktuellen, aber zufällig gewählten) DDBAC-Version auf und führe im Browser auf der Seite eine Suche nach „scrap“ durch (also mit STRG+F):

Hallo,

FiMa-Nutzern hilft das allerdings nicht weiter. Hier gilt
https://finanzmanager-hilfe.lexware.de/releasenotes/finanzmanager_2024.htm
Gruß R.

Es gibt viele Argumente gegen alles, nur sollte man bedenken, dass die FM 2023 Version eine Kaufversion ist, die eigentlich nicht abgeschaltet werden darf. Siehe Urteile. Auch Deine Arguentation, dass es dann immer die neueste Version ist, zieht nicht. Denn wenn ich als Elektriker eine von mir installierte und Dir verkaufte Steckdose einfach abschalte, Kannst Du immer noch den Stecker hineinstecken. :wink: und im Abomodell bekommst Du von mir dann immer das neueste Design. Das willst Du auch nicht. Zu Deinem “grapping” ja es muss jedes mal wieder angeglichen werden, ist aber kein großes Ding. Habe es seinerzeit mit den DB Fahrplänen gemacht. Nach der ersten Programmierung, war es lediglich ein Zeitaufwand von ca. 35Min. Werde auch nach über 30 Jahren nach einer alternative suchen.

Durch die Umstellung der Überweisung suchte ich nach einer neuen Kaufversion musste aber feststellen das es nur noch das Abo gibt. Ich benutze die Programme Quicken / Finanzmanger seit 2007. Alle paar Jahre ein neues Programm gekauft, derzeit FM 2020 deluxe.

Da es nur um einige Buchungen geht werde ich nicht auf das Aboprogramm wechseln, für mich zu teuer, sondern meine Überweisung direkt bei der Bank online machen. Abrufen kann ich ja meine Kontostände noch.

Gleichzeitig werde ich jetzt nach einer Alternative schauen die ich auch langfristig ohne Abo nutzen kann. Das war es dann mit Lexware.

Das Lexware auch gleichzeitig mit dem Upgrade alle alten Versionen löscht finde ich ebenfalls unmöglich, man sollte den Kunden selbst entscheiden lassen was er möchte!

Danke, das war es dann….

ich werde die Umstellung auf monatliche Zahlungen (Abo-Model) nicht mitmachen .
Bis dato habe ich jede zweite bis dritte Version gekauft, da die Verbesserungen nicht so groß waren, dass man gleich eine neue Version braucht.

Daher werde ich wohl mit Support Ende der Version 2025 nach >20 Jahre Quicken/Finanzmanager der Anwendung den Rückgehren… schade