interner Steuerjahresausgleich / elektronische Lohnsteuerbescheinigung

Liebe Community,

folgender Sachverhalt: wir haben vom 1.1.16 bis 30.6.16 eine Auszubildende in unserem Betrieb, welche wir ohne Unterbrechung ab dem 31.6.16 bis 31.12.16 bei uns im Betrieb unter einer neuen Personalnummer als Angestellte übernommen und beschäftigt haben.

Bei der Abmeldung der Auszubildenden im Juni 2016 wurde eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung für den Zeitraum 1.1.16 bis 30.6.16 erstellt ohne Lohnsteuer, da Auszubildende diese ja nicht bezahlen. Im Dezember wurde dann automatisch eine weitere Lohnsteuerbescheinigung für die Mitarbeiterin ausgestellt mit einem Bruttoarbeitslohn XX.XXX Euro. Allerdings steht im Feld 4. Einbehaltene Lohnsteuer vom Feld 3. Bruttoarbeitslohn 0,00 Euro. In den Lohnabrechnungen vom Juli - Dezember ist jedoch von der Mitarbeiterin Lohnsteuer bezahlt und von uns auch abgeführt worden. Je Monat XXX Euro, in der Dezember Lohnabrechnung unter „aufgelaufene Jahreswerte“ auch der kummulierte Betrag über 8XX,00 Euro.

Das Finanzamt hat auf Nachfrage nun einer Rückerstattung veranlasst. Nach dem Verständnis der freundlichen Dame vom Finanzamt hat eine sogenannter „interne Steuerjahresausgelich“ stattgefunden was auch belegt wird dadurch, dass die elektronische Lohnsteuerbescheinigung aus der ersten Jahreshälfte (Azubi) mit einem Hinweis „Diese Daten wurden durch aktueller Daten ersetzt bzw. storniert“ in der Lohnsteuerbescheinigung im Dezember aufgeht. Nun müsste doch mit dem Dezember Gehalt diese Lohnsteuer über 8XX,00 Euro der Mitarbeiterin direkt ausgezahlt worden sein.

Dies ist jedoch nicht der Fall; auch nicht im Januar 2017 und Februar 2017. Jetzt benötigen wir Eure Hilfe, Erfahrung und Sachverstand. Wie können wir das nun in Ordnung bringen? Hier muss ja dann vermutlich eine bestimmte Stammlohnart ausgewählt werden die eben SV-/steuerfrei ist, richtig? Wenn ja, welche? Was haben wir nicht beachtet und wie können wir gewährleisten das dies künftig automatisch berücksichtigt wird?

Über Antworten von Euch sind wir dankbar! Viele Grüße M. Laufer

Hallo,
der „Fehler“ war die Abmeldung und Anmeldung mit neuer Personalnummer, das führt zum „Chaos“ bei der Lohnsteuerbescheinigung.

Bitte in solchen Fällen immer nur den Tätigkeitsschlüssel ändern und den MA nicht abmelden und wieder anmelden. Bei Wechsel innerhalb des Monats, wie bei dir, ist ein „Statuswechsel“ vorzunehmen.

Ich würde dir raten, die Lohnsteuerbescheinigung für das ganze Jahr 2016 mit Elsteronline zum FA zu schicken, die Werte stehen ja im
Lohnkonto

Hallo Manuel,

da kann doch irgendetwas bei dir nicht aufgehen.

Wenn du die Mitarbeiterin mit einer neuen Personalnummer angelegt hast, dann kann da doch unmöglich
die LstB aus der alten Personalnummer " …in der neuen aufgehen… ".

Das sind ja zwei unterschiedliche Fälle, wenn die Personalnummer unterschiedlich ist.
Ich mache das grundsätzlich immer so, daß ich keinen Statuswechsel mache, sondern neu anlege.
Und da wurden die LStB noch nie „ineinander gerechnet“.

Machst du denn für deine anderen Mitarbeiter den Lohnsteuerjahresausgleich und hast versehentlich den Haken
auch bei dieser MA gesetzt?

Oder wurde da sonst etwas eingegeben?
Was sagt denn das Lohnkonto? Dort sollte ja eigentlich alles ersichtlich sein.


Viele Grüße
Marcus

Nachtrag:

mit der Auszahlung der 8xx € an die MA würde ich mal abwarten.

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß die MA bei 6 Monaten Auszubildendenvergütung und 6 Monaten
Vollzeitarbeit als Normalsteuerpflichtige weniger als das steuerliche Existenzminimum verdient hat.

Dann muss sie aber auch Steuern bezahlen.

Ganz merkwürdig ist, daß ihr als Arbeitgeber aufgrund der Lohnsteuerbescheinigung das Geld von der
Finanzkasse erstattet bekommen habt.

Wenn die AN eine Steuerüberzahlung aufgrund der LStB hat, dann würde das im Rahmen der Antrags-/Pflichtveranlagung
von der Finanzkasse direkt an die Arbeitnehmerin ausbezahlt werden.

Wenn ihr das als Arbeitgeber bekommen habt, dann ist da vermutlich eine berichtigte Lohnsteueranmeldung
rausgegangen.

Wenn du im Lohnkonto, bzw. bei den Lohnsteueranmeldungen da keine Ursache findest, dann würde ich - vor einer
Auszahlung an die AN - da mal meinen Steuerberater drüber schauen lassen.

Viel Grüße
Marcus

Hallo M.,

haben Dir die Antworten von Frank und Marcus weitergeholfen und zur Klärung Deines Anliegens geführt?