Handhabung Vermögensbestandteile. Hier: KFZ

Liebe Forengemeinde.

Wie handhabt ihr die Anschaffung eines KFZ (Barkauf) im Finanzmanager? Wird ein Vermögenskonto für das KFZ angelegt? Falls ja, wie erfolgt die Wertminderung über die Jahre?
Durch den Kauf hat es einen unschönen Zacken in der Vermögensentwicklung gegeben :wink:

Dazu gleich noch eine weitere Frage.
Wie handhabt ihr den Wert von Immobilien im Vermögenskonto? Wird gelegentlich an einen geschätzten/realistischen Marktwert angepasst?
Diese Fragen stelle ich als Privatperson, nicht als Unternehmer, d.h. steuerkonforme AfA interessieren hier nicht.

Danke
Christian

Ebenfalls als Privatperson orientiere ich mich persönlich am Niedrigstwertprinzip…auch wenn dies unschöne Dellen verursacht.
Bei einem Pkw-Barkauf mache ich also gar nichts. Weiß ja wo die Delle herkommt. Bei einer Immobilie (wenn sie dann auch komplett bezahlt ist), setze ich den Kaufpreis als Vermögenswert ein.
Ist die Immobilie hingegen finanziert erledigt der FM ja die Arbeit in der Vermögensverwaltung über die Kreditverwaltung. Alles Andere, also eine möglichst wertnahe und marktübliche Abbildung solcher Investitionen verursacht -nach meiner Meinung- nur unnötige Handarbeit im FM.

Gruß chuby

Das hat aber doch nichts mit dem Niederstwertprinzip zu tun!
Bei einem Kauf habe ich einen Tausch zwischen zwei Konten - Bankkonto geht nach unten, Vermögenskonto „Pkw“ geht nach oben (Kaufpreis einschließlich Zubehör und Nebenkosten). Also ein Nullsummenspiel.
Jedes Jahr rechne ich dann mit einem Wertverlust auf Basis von einer Gesamtlaufleistung 120.000 Kilometer. Ist zwar ungenau, aber der Wertverlust durch das Fahren wird zumindest annähernd dargestellt.

Also, ich gehe wie folgt vor: Ich lege ein Vermögenskonto manuell mit dem Namen des KfZ an. Bei Kauf buche ich die Zahlung des Kaufpreises von meinem Giro- oder Barkonto auf dieses Konto um. Das sind die Anschaffungskosten, die ich (auch wenn ich Privatperson bin) aktiviere (bei Leasing mag man anders vorgehen, aber ich kaufe meine Autos immer). Der Anschaffungsvorgang war also „erfolgsneutral“ (wie bei einer Firma auch). Jetzt lege ich ich eine automatische monatliche Buchung für die Abschreibung des Kfz im Finanzmanager an. „KfZ-Abschreibung“ ist bei mir eine Kategorie unter der Überkategorie „KfZ“. Die Abschreibung bildet den Werteverzehr des KfZ ab, ich werde also monatlich ärmer durch die Abschreibung, auch wenn diese zahlungsneutral ist. Im Vermögenskonto KfZ hintgerlege ich übrigens auch Kaufvertrag, KfZ-Papiere etc. Die Abschreibung erfolgt monatlich über 10 Jahre linear (also AK/120, das kann man kritisieren, am Anfang verliert das Fahrzeug normalerweise mehr an Wert). Ich fahre meine Autos aber ungefähr 10 Jahre und komme immer ganz gut hin. Eben habe ich gerade ein KfZ verkauft. Habe das dann gegen den Verkaufserlös (also den Zahlungseingang) gebucht und hatte eine kleinen Gewinn, den ich in die Kategorie „Erfolg aus KfZ-Verkauf“ gebucht habe.
Alternative wäre, das KfZ als Inventar anzulegen. Aber: So bekomme ich die Abschreibung nicht als „Aufwand“ in die Kategorien (ist vom FM-Konzept halt nicht vorgesehen, da die Abschreibung ja keine zahlungswirksame Ausgabe ist).

Nun zur Immobilie: Da gehe ich im Prinzip genau so vor. Ich bin allerdings etwas genauer. Ich unterteile den Kaufpreis in Grundstück und Gebäude und lege zwei Vermögenswerte an (man kann schätzen; bei meinem EFH hab ich als Grundstückswert Bodenrichtwerte angesetzt und der Rest ist der Gebäudewert). Bei einer selbstgenutzten Eigentumswohnung kann man vielleicht den Grundstücksanteil auch vernachlässigen. Bei einer vermieteten Wohnung mache ich das jedoch nicht, da ich für die Steuererklärung ja auch trennen muss. Das Grundstück bleibt für alle Zeiten (oder bis Verkauf) so stehen. Das Grbäude schreibe ich wie beim KfZ ab. Bei der Abschreibung gehe ich wie folgt vor:
Bei vermieteten Objekten schreibe ich 2% ab, ich folge der steuerlichen Betrachtung, damit ich FM=Steuer habe. EBK lege ich separat an als Vermögenswert und schreibe 10 Jahre ab, alles wie in der Steuer.
Bei eigengenutzten Objekten, teile ich den Kaufpreis zusätzlich auf das Gebäude auf, aber in einer Nebenrechnung. Das heißt z.B. Rohbau, Heizung, Küche etc… Dann schätze ich die Nutzungsdauer der Komponenten (den Rohbau mach ich 80 Jahre, Heizung 25 etc.). Ich ermittle so den Abschreibungsbetrag für FM und muss die Nebenrechnung aber immer fortführen. Wird z. B. die Heizung schon nach 20 Jahren erneuert, gibt es eine außerplanmäßige Abschreibung und die neue Heizung wird aktiviert.