Gutschriftverfahren

Guten Tag,

Folgender Fall. Ich bin selbständiger Berater mit UG. Mein Kunde erstellt auf Tagessatzbasis eine Gutschriftabrechnung.
Also buche ich beispielsweise:

Debitor 100010 an Umsatzerlöse 19% 8400 1000,-

Nun stellt der Kunde mir allerdings für die Benutzung eines Zeitarbrechnungssystem 5 + MWST in Rechnung, die automatisch vom Geldeingang abgezogen werden. Folgend kann ich nicht buchen

Bank and Debitor 1000,-, sondern müsste Bank an Debitor 995,- buchen.

Was mache ich nun mit den 5? Diese sind ja sonstige Betriebkosten 4900, aber da ich dies nicht als Lasschrift bezahle und auch nicht per Überwerisun. Da der automatische Abzug erfolg wird der Bankbeleg i.H. von 995,- nie mit dem Buchungssatz übereinstimmen.

Soll ich

  1. Betriebskosten 4900 an Debitor 5,- buchen um das Debitorenkonto um 5,- zu senken damit der Bankbeleg von 995,- stimmt? Kommt mir etwas komisch vor.
  2. Kann ich das Konto Forderungsverlust 19% 2406 nutzen? Kommt mir ebenso komisch vor.

Vielleicht hat jemand eine gute Idee :slight_smile:

Wieso splittest du nicht die Rechnung?
Debitor (10010) 995,00
Nutzungsgebühr (4806?) 5,00
an Umsatz (8400) 1.000,00

Hmm, ich weiss nicht ob man Aufwandskonten an Umsatzerlöse buchen darf. Ausserdem müsste ich in einem Buchungssatz dann 2 Belege hinterlegen, nämlich die 1000,- Gutschriftsbeleg und die 5 EUR Rechnung. Normalerweise werden Aufwandskonten ja auch auf Bank oder Verbindlichkeit gebucht. Wäre natürlich der einfachere Weg, vll. könnte jemand sagen ob es geh?

Hab mir was anderes überlegt:

Ich hab mal weitergeforscht und mir überlegt ein Aufrechnungskonto nach 387 BGB zu erstellen (z.B. 1591)
Dann wäre es folgendermassen:

Ich lege für dieselbe Firma Debitor und Kreditor Konten an.

Debitor an Umsatz 1000,-
sonstiger Aufwand an Kreditor 5,-
Bank an Debitor 995,- (Bank-Beleg ist nun korrekt)

1591 an Debitor 5,- (Debitor nun ausgeglichen)
Kreditor an 1591 5,- (Kreditor ist nun ausgeglichen)

Als Beleg für 1591 gilt eine Erklärung, dass man nach 387 BGB abgerechnet hat.

Ecrivain: Dein Buchhungssatz erzeugt bei Lexware Buchhaltung den Fehler, dass man Kreditoren und Debitoren nicht in einer Splittbuchung verbuchen darf.

Wo ist denn in meinem Buchungssatz neben dem Debitor noch ein Kreditor genannt? In deinem Beispiel ist das so und da machst du den Fehler, für die Gebühr einen gesonderten Kreditoren anzulegen! Wenn du die Gebühr auf den Debitor buchst, wie ich das mit dem Split mache, klappt das hervorragend - mache ich selber auch so. Und du kannst jeder Buchung mehrere Belege zuordnen, ist auch kein Problem.

Fehlermeldung: Debitoren oder Kreditoren dürfen nicht in einer Splittbuchung verbucht werden.

Es geht wohl nicht darum das Debitor an Kredior verbucht wird, sondern dass man sie allgemein nicht splitten darf

Du hast mich immer noch nicht verstanden. Bei mir wird in der Splitbuchung ein - in Zahlen „1“ Debitor angesprochen. Wie du dann einen Kreditor mit hineininterpretierst, ist mir schleierhaft.
Die Buchung ist ein Split im Haben - im Soll steht der Debitor mit 995,00 ohne Steuer
Im Haben buchst du den Umsatz 1000,-- und die Provision mit **-**5.
In diesen beiden Splitzeilen kannst du auch die entsprechenden Steuersätze eingeben.

Dein Vorgehen mit Debitor und Kreditor erfordert weitere Buchungen zum Ausgleich, denn direkt kannst du keinen Debitor mit einem Kreditoren verrechnen.

:laughing: Wir reden aneinander vorbei.
In der Fehlermeldung steht nix von Debitor an Kreditor. Nochmal:

Debitoren ODER Kreditoren dürfen nicht in einer Splittbuchung verbucht werden. Es steht dort NICHT:
Debitoren UND Kreditoren dürfen nicht in einer Splittbuchung verbucht werden.

Ich hab doch versucht dein Beispiel in Lexware umzusetzen, läuft nicht.

Ich weiß nicht, was an dem Buchungssatz so schwierig ist. Manchmal sollte man auch unkonventielle Wege versuchen.
Also mein letzter Vorschlag (ich höre hier nämlich auf, wird mir einfach zu blöd, meine Freizeit hiermit zu vergeuden)
Debitor 995,00€ Soll
Umsatz 1.000,00€ Haben
Aufwand **-**5,00 € Haben

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Richtig!

Das Personenkonto gehört immer auf die ungesplittete Seite - und zwar in Höhe des Betrages, der überwiesen oder eingezogen werden soll. Innerhalb der Splittbuchung können dann zwar keine weiteren Personenkonten auftreten, wohl aber sowohl positive als auch negative Beträge. Ein negatives Soll bewirkt faktisch ein Haben und ein negatives Haben ein Soll.

Gruß
Rainer

Jetzt chill dich mal. Mir war nicht bekannt dass man minus beträge buchen kann, jetzt weiss ich es.
Danke für den Input.
Brauchst ja nicht beleidigt sein wenn dein ursprünglicher Buchungssatz nicht geht :slight_smile: