Guthaben bei Kreditinstituten in Bilanz übernehmen

Hallo,

ich möchte die Kontenliste vom letzten Jahr für den Jahresabschluss in eBilanzPlus übertragen. Das sind nur ca. 20 Buchungen für Auslagen und ein paar wenige Überweisungen gewesen. Die Stammeinlage hatte ich wie hier nach Variante 2 beschrieben gebucht: Wie erfasse ich eine Stammeinlage? | lexoffice Help Center

Damit landet das Geld im Konto „2500 Privatentnahmen“. Beim Import in BilanzPlus landet das in den Aktiva in „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen->übrige Forderungen“

  1. Frage: Wäre das nicht eher „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen->gegen Gesellschafter“.

Aber das Geld liegt ja auf dem Konto. Wäre es deshalb nicht noch besser, wenn es bei „Guthaben bei Kreditinstituten“ wäre? Muss man die mit einer weiteren Buchung gegen das Geschäftskonto buchen, damit man dort den korrekten Kontostand hat? Oder ist das egal, Hauptsache die Aktiva stimmen?

Genauso geht es mir mit den Zahlungen, die wir geleistet haben. Die landen allesamt unter „Privateinlagen“. Und zwar unabhängig davon, ob der Beleg als „wurde bereits privat bezahlt“ oder als „wurde noch nicht bezahlt“ mit anschließender Zahlungserfassung erzeugt wurde.

Die Rechnungen, die wird 2024 bezahlt haben, landen dagegen in „Verbindlichkeiten gegenüber GmbH-Gesellschaftern“. Auch wieder unabhängig davon ob das eine Verauslagung war oder direkt vom Geschäftskonto bezahlt wurde.

Müsste man das alles noch mal gegen ein Bankkonto umbuchen, damit man den Kontostand hat, den man dann in die Bilanz übernehmen kann. Oder trägt man in die Bilanz einfach den Kontostand zum 31.12. ein und zieht den Betrag bei den „übrigen Forderungen“ ab? Käme mir seltsam vor.

Kommentar von eBilanzPlus dazu:

leider sind wir mit der Buchungslogik von lexoffice nicht vertraut. Uns ist aber aus Berichten anderer Nutzerinnen und Nutzer bekannt, dass hier wie von Ihnen beschrieben automatisch Konten angesprochen werden, die inhaltlich nicht zutreffend sind.

So kommt es mir leider auch vor. Ich hatte kurz Kontolino ausprobiert, aber dort braucht man etwas mehr Buchhaltungswissen. Bei Lexoffice hat mir gefallen, daß die Buchungsmaske einen nicht direkt nach der Kategorie des Belegs und dann selber die Konten festlegt. Aber was nützt mir das, wenn dann inhaltlich falsche Konten angesprochen werden? Hier sollte dringend verbessert werden.

Hallo arsanias,

mit ist nicht klar, wieso das bei dir als „Privateinlage“ auftaucht.

Lexoffice bucht die Stammeinlage auf das Haben-Konto 800 Gezeichnetes Kapital - wo es hingehört. Wenn du in der Kategorisierung Stamm in die Suchleiste eingibst, wird dir Stammkapital angeboten und die Kontierung erfolgt nach 800.

Wenn das bei dir nicht der Fall ist, könntest du vielleicht Screenshots deiner Kategorisierungsmaske hier hochladen, um dem Problem auf den Grund zu gehen.

0800 kann es eigentlich nicht sein. Das ist „Anteile an verbundenen Unternehmen“. Die „2900 gezeichnetes Kapital“ halte ich für richtig.

Die Buchungen und die beiden Belege jeweils mit der blauen Linie getrennt (darf nur einen Screenshot einbetten):

Es sind 6250 EUR, weil es 2 Gesellschafter gibt und wir anfangs nur das halbe Kapital eingezahlt haben. Die andere Hälfte habe ich auch verbucht, aber mit Zahlungsziel 31.12.204. Das ist in der Bilanz dann in den Passiva unter „nicht eingeforderte ausstehende Einlagen“. Das wurde beim Import in eBilanzPlus von „2500 Privatentnahmen“ dahin übernommen.

Mir fehlt da aber der Bezug zum Geschäftskonto, damit das eingezahlte Kapital in der Bilanz in den Aktiva unter „Guthaben bei Kreditinstituten“ auftaucht.

Das Konto passt schon, 800 ist SKR03, 2900 ist SKR04 :wink:

Die Stammeinlage ist zur sofortigen Zahlung fällig. Wenn ihr nur die Hälfte eingezahlt habt, wird die andere Hälfte so behandelt, als hättet ihr das Geld entnommen. Das ist dann tatsächlich eine Privatentnahme.

Ich empfehle, die Einlage schnellstens einzuzahlen. Ich zitiere an dieser Stelle Haufe:

Wenn das Gesellschafterverrechnungskonto einen Saldo zulasten des Gesellschafters ausweist, muss er darauf Zinsen zahlen, weil das Finanzamt unterstellt, dass die GmbH einem fremden Dritten einen Kredit nicht kostenlos zur Verfügung stellen würde. Andernfalls riskieren Gesellschafter eine verdeckte Gewinnausschüttung. Die Finanzämter akzeptieren erfahrungsgemäß eine Verzinsung von Gesellschafterverrechnungskonten mit einem Satz von etwa 6 %. Anzuwenden ist dieser Zinssatz auf den Jahresdurchschnittswert des Gesellschafterverrechnungskontos.

Ganz so schlimm scheint es nicht zu sein. Ich habe das hier ebenfalls bei Haufe gefunden: Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Die Körperschaftsteuer, ... / 6.2.5 Ausstehende Einlagen | Haufe Steuer Office Excellence | Steuern | Haufe

Vor der Einforderung besteht keine Verpflichtung der Gesellschafter zur Zahlung; nicht eingeforderte ausstehende Einlagen müssen deshalb auch nicht verzinst werden.

Eine Verzinsung ist erst dann vorzunehmen, wenn die Einforderung der ausstehenden Einlage beschlossen wurde, die Zahlung jedoch nicht gleich erfolgt. Ansonsten ist in dem Zinsverzicht der GmbH eine vGA zu sehen.

Ist auch irgendwie logisch, denn ganz ohne Gegenleistung ist die Überlassung nicht. Man bleibt privat haftend. Aber wir werden das im August einzahlen.

Mich interessiert immer noch, wie man es hinbekommt, daß Lexoffice die Zahlungseingänge/ausgänge am Ende korrekt unter „Guthaben bei Kreditinstituten“ führt. Muss man das mit separaten Buchungen gegen das Bankkonto für jeden Geldeingang/Ausgang machen? Oder kann man das einfach ignorieren und korrigiert das manuell in der Bilanz?

Streng genommen musst du jede Bewegung auf einem Geschäftskonto gegen einem Beleg abgleichen oder als Geldtransit bei Umbuchungen kontieren. Wenn du mit einem von Null verschiedenen Kontostand in Lexoffice startest, wird dir dieser Kontostand angezeigt, wenn das Konto an Lexoffice angebunden ist.

Lexoffice selbst kann nicht bilanzieren und wird dir deshalb für die Kontostände zum Zeitpunkt Null auch keine Kontierungen für die Guthaben ausweisen.

Ich habe unser Finom-Konto daran angebunden, was man allerdings nicht in Lexoffice tut, sondern in Finom. Am Ende bedeutet das nur, daß FInom die Belege zu Lexoffice schickt. Das habe ich mit dem Beleg für die Bezahlung der Jahresgebühr gemacht. Daraus sind zwei Buchungen entstanden:

Soll 6855 (Nebenkonsten des Geldverkehrs) an Haben 70007 (Finom) und Steuer-Konto 1406 (abziehbare Vorsteuer)

Soll 70007 (Finom) an Haben 2580 (Privateinlagen)

Also ging es auch wieder am Ende an die Privateinlagen, nicht an irgendein Geschäftskonto.

Müsste ich nun manuell noch diese Veränderung auf dem Geschäftskonto buchen?

ich hätte eigentlich gehofft, daß genau sowas automatisch passiert.

Finom kenne ich nicht. Lexoffice arbeitet bei Bankkonten normalerweise so, dass die Kontobewegungen importiert und dann gegen Belege abgeglichen werden.

Wenn Finom jetzt Belege und Kontierungen nicht richtig exportiert - das liegt m. E. nicht an Lexoffice - kannst du die Zuordnung wieder löschen und die Belege manuell kontieren. Dazu brauchst du aber die Bewegung des Kontos in „Bank“. Siehst du dort die Umsätze?

Ist das Finom-Konto in Lexoffice unter „Bank“ als Geschäftskonto angebunden?

Kann ich nicht definitiv beantworten. Unter Finanzen->Bank wird keine Anbindung angezeigt. Wenn ich es unter Finanzen->Bank mit Klick auf „Konto anbinden“ anbinden will, bekomme nach Auswahl von Neues-Konto->Finom diesen Hinweis:

Das habe ich gemacht. In Finom wird das Konto als verbunden angezeigt. Ich habe auch den Beleg mit den Kontogegühren von Finom nach LexOffice pushen können. Dadurch sind die beiden o.g. Buchungen entstanden. Das ging, dennoch sieht für mich so aus als wäre die Anbindung in Lexoffice nicht vollständig gemacht worden, denn unter Finanzen->Bank wird wie gesagt keine Anbindung angezeigt und es gibt auch kein Buchungskonto für „Bank“. Müsste ich das noch manuell einrichten?

Finom ist neben Qonto einer der Newcomer bei den modernen Banken. Deshalb hatte ich gehofft, daß die bei sowas gut aufgestellt sind.

Mmh, hier beginne ich zu spekulieren. Die Philosophie von Lexoffice sieht so aus, dass alle Belege nach Lexoffice geladen und dort kontiert und gegen die Bankbuchungen abgeglichen werden. Dazu muss das Bankkonto aber in Lexoffice eingebunden sein.

Prüfe doch versuchsweise, ob sich das Konto in Lexoffice anbinden lässt. Wenn ja, würde ich die Arbeitsweise umstellen und Fimon nur als Konto ohne Belegführung verwenden.

Es lässt sich nicht anbinden, wobei der o.g. Dialog etwas anderes behauptet, nämlich daß man das in Finom tut. Es wirkt einfach unausgegoren.

Müsste ich nun ein Buchungskonte für Finom einrichten und dagegen manuell Buchungen machen, damit der Kontostand darin stimmt?

Oder ist es auch korrekt, das einmal als „Sammelbuchung“ zu machen, indem ich zum Jahresende ein Buchung von „Privateinlagen“ bzw. „Verbindlichkeiten gegenüber GmbH-Gesellschaftern“ nach „Guthaben bei Kreditinstituten“ umbuche, so daß der aktuelle Kontostand stimmt?

Der Dialog sagt in der Tat, dass das Konto dann aus Lexoffice heraus ansprechbar ist. Da das nicht der Fall ist, könntest du dich an den Support wenden. Vielleicht können die helfen.

Sonst bleibt dir nur ein Bankwechsel…

Ich verstehe die Funktionsweisse so, daß ich in Finom den Beleg nach Lexware pushe. Das hatte auch geklappt, aber dort ist dann eben keine Buchung gegen „Guthaben bei Kreditinstituten“ gemacht worden, sondern eine gegen 6855 Nebenkosten des Geldverkehrs und noch eine gegen 2580 Privateinlagen (Teilhafter).

Die rein technische Anbindung hat also geklappt, aber Lexoffice hat damit nicht das richtige getan. Ich kann aber auch gar nicht jede Transaktion an Lexoffice senden, sondern nur die mit angehängtem Dokument. In dem Fall die Rechnung von Finom.

Wie auch immer, ich habe dem Support geschrieben, man möge sich dieses Foren-Thema angucken und mir helfen.

Viel Erfolg. Es wäre schön, wenn du hier über den weiteren Verlauf berichten würdest.

Mal sehen, ob was kommt. Es kann ja aber auch nicht sein, daß man mit lexoffice nur korrekt arbeiten kann, wenn das Konto angebunden ist. Oder habe ich jetzt die eine Bank erwischt, mit der das nicht geht? Ich habe mal probeweise Qonto angegeben und siehe da, da kommt genau der gleiche Hinweis wie bei Finom, daß die Anbindung dort gemacht wird.

Sie antworten auf jeden Fall. Ob zu deiner Zufriedenheit muß sich zeigen.

Hast du schon versucht, die Verbindung in Finom zu trennen und erneut herzustellen?

Ja, hatte ich gemacht, hat aber nichts geändert.

Die Antwort vom Support war wenig befriedigend. Ein Verweis auf den Chatbot, der mir ja schon geholfen habe. Nein, hat er nicht. Verweis auf Erklärvideos, die knapp am Thema vorbeigehen. Und wenn die nicht helfen, soll ich mich an den Support von Finom wenden. Warum denn an den? Ich will von Lexoffice wissen, wie ich dort das ein Bankkonto einrichte.