Forderungen als Saldovortrag

Hallo zusammen,

beim anlegen einer neuen Firma muss ich zu Beginn Salden vortragen, u.a. Forderungen (auf Konto 1400, SKR03). LW erlaubt dies nicht und bringt die Fehlermeldung. „Das direkt Buchen auf Sammelkonten…ist nicht möglich!“ Was tue ich, um Forderungen vorzutragen. Muss man jetzt extra ein Mini-Vorjahr anlegen und einzelne Debitoren oder wie kriege ich das hin?

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe,

kehri

Hallo kehri,

der beste Weg ist der den Mandanten mit dem 1. Buchungsjahr das Jahr vor dem eigentlich zu buchenden Jahr anzulegen.
Also z.B. wenn man ab 2016 buchen möchte, dann legt man den neuen Mandanten mit dem 1. BJ 2015 an.

Nun erfasst man im Jahr 2015 per 31.12. entweder ( falls bereits vorhanden ) den Jahresabschluß 2015 oder die Salden lt. SuSa per 31.12.15.
Für die Sachkonten werden die gegen das Summenvortragskonto 9090 erfasst und für die Personenkonten gegen die entsprechenden Konto
9008 und 9009.

Damit hat man bei Kunden und Lieferanten auch gleich die offenen Posten erzeugt.
Wenn man nun ins Jahr 2016 wechselt, dann kann man gleich loslegen und weiterbuchen.

Ein direktes Buchen auf die Sammelkonten ist nicht möglich. Diese werden ja indirekt befüllt.
Die Sammelkonten sind die Zusammenfassung der einzelnen Forderungen/Verbindlichkeiten auf den Personenkonten.

Aber hatten wir dieses Thema nicht schon einmal vor längerer Zeit? :smiley:

Viele Grüße
Marcus

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Hallo Marcus,

danke für den Tipp, der mir sehr geholfen hat!

VG, kehri

Hallo Marcus,

zum korrekten Vortrag von Ausgangsrechnungen hätte ich mal eine Frage. Ich habe hier eine Ausgangsrechnung an einen Debitor für Leitungen im alten Jahr, die im Folgejahr beglichen wird. Es soll also ein OP ins neue Jahr vorgetragen werden, (die dann automatisch als Forderung bilanziert werden soll. Wenn ich jetzt Debitor, brutto an 9008 buchen will, meckert LW und sagt, „bei diesen Konten ist keine Steuerautomatik möglich“. Die USt sollte ich aber doch irgendwie als Verbindlichkeit einbuchen können. Sie gehören zwar zur Forderung aber ich muss die USt ja abführen. Buche ich stattdessen einfach Debitor an Erlöse? Denn dann könnte ich inkl USt buchen. Landet der Bruttobetrag dann als Forderung in der Bilanz?

VG, kehri

Hallo kehri,

warum buchst Du die Forderung nicht „normal“ im Vorjahr ein (also Debitor an Umsatz)? Der OP wäre dann automatisch da und das mit der USt klappt auch. Wenn Du Sollversteuerer bist, müsstest Du ggf. noch eine berichtigte USt Voranmeldung für den Zeitraum abgeben, da wenn es letztes Jahr war, der Zeitraum ja sicherlich schon gemeldet ist und die besagte RG da wohl nicht mit bei war, oder?

Wenn es nicht sooo viele Rechnungen aus 2015 sind, und Sollversteuerung in der USt ist, dann würde es evtl. auch reichen in 2016 den EB-Wert gegen 1401 zu buchen…