Erste Schritte: Privateinlage

Hallo und erstmal frohes Neues Jahr an alle,

ich mache gerade erste Schritte mit LexOffice und komme schon nicht weiter und hoffe daher auf Hilfestellungen. :slight_smile:

Ich habe ein Nebengewerbe nach Kleinunternehmerregelung zum 01.01.2023 gegründet.
Als eine erste Buchung habe ich mein Geschäftskonto mit einer Privateinlage auffüllen wollen.
Hier stellt sich für mich die erste Frage, ob da als Beleg die Banküberweisung ausreicht oder ich mir einen Eigenbeleg schreiben muss?
Naja, der Buchungsvorschlag von LexOffice ohne Beleg sah auch soweit ganz gut aus.
Zum Üben wollte ich jetzt aber mal einen Beleg schreiben, hochladen und mit der Überweisung verknüpfen.
Jetzt habe ich allerdings insgesamt 3 Einträge im System und verstehe nicht ganz warum.
Ich nutze SKR03 und habe nun:
10001 (das bin ich) an 1890 (Privateinlage) durch die Buchung des Eigenbelegs heute
1201 (Geschäftskonto) an 10001 (ich) durch die Überweisung am 29.12.22

In der Kontenübersicht gibt es aber nun in beiden Jahren auch noch 1400 „Forderungen aus Lieferungen und Leistung“. Interpretiere ich das richtig, dass das so eine Art Übertrag ist, da der Jahreswechsel dazwischen liegt?
Ich habe den Beleg erst heute gebucht, da ich die Privateinlage ja erst in der EÜR 2023 sehen will. Durch die Automatik von LexOffice war das ganze bereits 2022 abgeschlossen und ich hatte die Privateinlage schon in der EÜR 2022 drin.

Ist das soweit alles richtig?

Hallo mehrunes82,

herzlich Willkommen in der Community. :slight_smile:

Du hast Dich als Debitor angelegt und erzeugst damit offene Posten, wenn Du Buchungen erstellst. Soweit ich informiert bin ist das nicht wirklich korrekt, zumindest sehr unüblich. Einlagen oder Entnahmen laufen über entsprechenden Konten (1800 bzw. 1890) ohne debitorische Konten.

Ein Beleg ist hierfür nach meiner Kenntnis nicht erforderlich.

Steuerrechtlich verbindlich kann Dir dies jedoch nur ein Steuerbüro beantworten.

Hallo,

ich bin nicht sicher ob ich mich selber bewusst als Debitor angelegt habe.
Es kann sein dass ich bei der Erfassung des Belegs einen „Lieferant“ angeben musste.

Ich glaube bei der Buchung ohne Beleg war das auch direkt 1201 an 1890 gewesen.
Aber ich nehme an das bekomme ich mit Beleg dann nicht mehr hin?

Ich kann ja scheinbar von Lexoffice bereits zugeordneten Buchungen nicht mehr nachträglich einen Beleg „beiheften“.
Bei Geldtransit habe ich dasselbe. Ich habe zwei Buchungen ohne Beleg. Ich hoffe das passt so…

Hallo,

wenn du ein Beleg noch zuordnen möchtest, kannst du die Zuordnung lösen und dann ein Beleg anlegen und diesem dann zuordnen.

Ja, genau. Und durch diese Aktion der Belegerfassung der Privateinlage gibt es mich jetzt als Lieferant. Wie bekommt man das denn ohne hin? Ich muss bei der Belegerfassung ja einen Lieferanten eingeben.

Und: Ist es denn okay, den Geldtransit ohne Beleg zu buchen? Letztlich habe ich ja den Zuordnungsvorschlag von Lexoffice akzeptiert. Lastschriften usw. benötigen doch nicht zwingend einen Beleg, oder? Im Zweifel wäre das ja über die Kontoauszüge machbar.

Ich habe kein BWL studiert und bin kein Steuerberater, aber damals in der Schule wurde mir mal in Rechnungswesen mal der Grundsatz beigebracht: „Keine Buchung ohne Beleg“.
für mich bedeutet das jede Transaktion die man zuordnet einen Beleg braucht.

Ob man es dann bei Privateinlagen oder Geldtransit dann wirklich mit Belegen machen muss, kann ich nicht sagen. Ich würde aber denken, da diese transaktionen ja nicht steuerrelevant sind? ist es nicht tragisch ohne Beleg zu machen. Man muss halt immer nachweisen können woher die Transaktion kam, falls es mal Nachfragen gibt.

wie Steve bereits sagte, verbindliche Aussagen können wir hier nicht machen. Entweder hat man einen Steuerberater oder man versucht es so wie man es denkt und hofft dass es dann ok ist.

Das stimmt, andererseits heißt es aber auch dass man für bestimmte Sachen dann doch keinen braucht, wie zum Beispiel Kontoführungsgebühren. Wie soll man die auch belegen? Jedes Mal einen Eigenbeleg ausstellen?
Man hat doch die Kontoauszüge, wenn es Nachfragen gibt. Die Frage ist ob ich den für jeden einzelnen Eintrag abfotografieren muss, damit in Lexoffice ein Bildchen ist oder es reicht, die gesammelt vorzuhalten.

Die Fragen sind ja auch eher gestellt wie es andere machen. Ich werde doch nicht der einzige sein, der Geschäftskonto und PayPal in LexOffice abbildet. Ich hatte gehofft, da Antworten zu bekommen, wie es andere machen und wenn es dann von 10 Leuten, 9 auf dieselbe Art machen, wird das wohl schon so passen.
Ich kann ja jetzt nicht wegen jeder kleinen Frage, die sich so am Anfang stellt, einen neuen Steuerberater-Termin machen. :wink:

also privateinlagen habe ich ja fast keine. da habe ich auf ein Beleg verzichtet. Wie Du sagtest, gibts ja Kontoauszug.

die Paypalgebühren habe ich bis jetzt immer dem Kontoauszug zugeordnet.
Der „Nachteil“ ist ja bei vielen Paypal Transaktionen der Aufwand bei der Zuordnung.
Der „Vorteil“, wenn es solch einer ist, man kann genau sehen, welche Ausgaben man bei Paypal hat, im Monat/ Quartal/ Jahr. Wenn man es braucht :slight_smile:

Ansonsten werden die Gebühren ja dann automatisch zugeordnet ohne Beleg.

Was genau legst du denn als Beleg ab, bei einem Geldtransit von Konto zu Paypal oder andersherum wenn ich fragen darf? Machst du da Screenshots der einen Buchung?
Also im laufenden Monat kann ich bei meiner Bank zwar einen temporären Kontoauszug rausholen, aber schneidet man da nur die entsprechende Buchung aus?
Bei Paypal auch jedes Mal auf Aktivitäten herunterladen? Puh, das ist ja wirklich großer Aufwand für eine steuerlich nicht relevante Buchung… :frowning:

Zumal es auch in lexOffice erneuter Aufwand ist: Ich muss ja den Buchungsvorschlag wieder lösen, zwei Belege manuell erfassen und der Kontobewegung wieder zuordnen.
Ich hatte gehofft, ich wäre hier mit der Automatik fertig. Habe heute Umsätze importiert, LexOffice macht den Vorschlag Geldtransit und hoffte, dass ich damit fertig bin.

Sorry, war etwas untverständlich.
Bei Geldtransit mache ich ohne Beleg, ist ja meistens Geld raus Geld rein. geht ja immer gegen null auf dem Geldtransit Konto

für Paypalgebühren lade ich immer ein Kontoauszug von PP als Beleg und ordne die Gebühren zu. Ja ist aufwand, aber aktuell habe ich nicht so viele und man kann sich auch so etwas mehr mit Buchungssystematik beschäftigen :slight_smile:
Wenn ich mal 100 im Monat habe, dann werde ich die automatische zugeordnete dann wahrscheinlich auch nicht mehr lösen :slight_smile:

Danke für deine Antwort, ich mache das glaub ich nochmal als neues Thema auf, hier lautet der Titel ja doch eher Privateinlage.