Entgeltersatzleistung - Berechnung des ausgefallenen Netto-Arbeitsentgelt

Hallo,

ich hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt.

Wir haben eine Mitarbeiterin, die aufgrund pandemiebedingter Betreuung Ihrer Kinder verschiedene Tage nicht zur Arbeit kommen konnte. Sie hat einen entsprechenden Antrag bei Ihrer Krankenkasse gestellt, wir haben über Lexware Entgeltersatzleistungen beantragt für diese Tage und unsere Mitarbeiterin hat auch schon eine Erstattung Ihrer Krankenkasse erhalten.

Aber … meiner Meinung nach passt das von Lexware errechnete ausgefallene Arbeitsentgelt Netto nicht. Beziehungsweise, gibt es überhaupt eine Stelle in Lexware, an der man nachschauen kann, welche Beträge genau Lexware vom ausgefallenen Arbeitsentgelt Brutto abzieht?

Egal in welchem Online-Rechner ich das Netto ausrechne, es kommt immer ein - eklatant - anderer Betrag heraus.

Die Krankenkasse zieht von dem von Lexware gemeldeten Netto Arbeitsentgelt noch die Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung ab. D.h., dass Lexware diese nicht berücksichtigen darf. Aber was zieht Lexware vom Brutto Arbeitsentgelt ab?

Lohnsteuer, Krankenversicherung und Kirchensteuer fallen mir ein. Aber in welcher Höhe?
Wenn ich die Beträge nachrechne (Lohnsteuer mit ca. 9,5%, Krankenversicherung mit 7,95% und Kirchensteuer mit 9% von der Lohnsteuer) habe ich eine Differenz zu dem von Lexware errechneten Betrag i. H. v. über EUR 30,00.

Wäre echt schön, wenn mir hier jemand helfen kann.

Viele Grüße
Melanie

Hallo Melanie,

wenn Du in die Jahresübersicht wechselst, dann den gewünschten Monat öffnest und dort dann von Gesamtübersicht auf Arbeitgeberansicht wechseln.

Hilft Dir das für Dein Anliegen?

Hallo Steve,

vielen Dank für deine Antwort.

Leider hilft mir das nicht weiter (auch wenn ich mich freue, wieder etwas Neues über Lexware gelernt zu haben :slight_smile: ).
An dieser Stelle (Jahresübersicht - Arbeitgeberansicht) sehe ich die einzelnen Beträge (KV, RV etc) des restlichen, noch auszuzahlenden Bruttogehaltes (= gekürzter Betrag in der Gesamtübersicht) der Mitarbeiterin. Also des Gehaltes, welches übrig bleibt, nachdem diverse Entgeltersatzleistungsanträge an die Krankenkasse übermittelt wurden für den Monat.

Was ich brauche ist eine Übersicht der einzelnen Beträge (KV, RV, AV, PV), die von Lexware automatisch vom ausgefallenen Bruttoarbeitsentgelt abgezogen wurden.

Wenn ich Dich richtig verstehe, dass wird von ausgefallenen Bruttoentgelt nichts abgezogen, sondern es wird anhand des tatsächliches Brutto sowie des fiktiven Entgeltes die SV berechnet.

Du hast leider nicht geschrieben, welches Programm Du genau nutzt, aber unter Berichte - Abwesenheiten - Entschädigung… findest Du die Vorlage für den Erstattungsantrag, welcher auch die SV Werte enthält (gegen Ende des Berichtes).

Hilft Dir das dann weiter?

Hallo Steve,

danke für die Antwort :slight_smile:

Leider hilft mir das auch noch nicht.
Unter Berichte finde ich den Punkt Fehlzeiten und dort u.a. Entschädigung wegen Schulschließung, aber in dem Bericht erscheinen meine Entgeltersatzleistungsanträge nicht.

Hmpf.

Ich nutze das Lexware financial office 2021 Version 25.03.

Ich versuche nochmal, mein Vorgehen in Lexware und mein Anliegen besser zu erklären :slight_smile:

Bei der Eingabe der Fehlzeit unserer Mitarbeiterin habe ich als Art der Fehlzeit „Krankheit Kind - Pflege eines kranken Kindes, mit Krankegeld“ eingegeben. Daraufhin öffnet sich der „Assistent für Freistellungen Kinderpflege“. Der Anspruch auf bezahlte Freistellung ist durch den Arbeitsvertrag ausgeschlossen. In dem Assistenten musste ich „Ausgefallenes Entgelt aufgrund der Freistellung Brutto“ eintragen. Das habe ich errechnet wie immer:

Arbeitstage im Monat Februar = 16 Tage
Davon ausgefallen aufgrund pandemiebedingter Betreuung = 8 Tage
Bruttogehalt = 1.875,00 Euro (ist nicht das reale Gehalt, sondern dient nur als Beispiel)

Bruttogehalt / Arbeitstage = Bruttogehalt/Tag
1.875,00 Euro / 16 Tage = 117,18 Euro/Tag

Bruttogehalt/Tag * Ausgefallene Tage = Ausgefallenes Entgelt aufgrund der Freistellung Brutto
117,18 Euro * 8 = 937,50 Euro

Die 937,50 Euro habe ich im Assistenten eingetragen und Lexware hat daraus automatisch ein „Ausgefallenes Arbeitsentgelt NETTO“ errechnet, und zwar i. H. v. EUR 464,56.
Diese beiden Beträge wurden der Krankenkasse dann mit der „Entgeltbescheinigung KV bei Kinderkrankengeld“ gemeldet. Die Krankenkasse hat von dem gemeldeten Nettobetrag dann die Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung abgezogen und den verbleibenden Betrag unserer Mitarbeiterin erstattet.

Ich will jetzt wissen, wie Lexware von 937,50 Euro auf 464,56 Euro kommt. Was genau zieht Lexware da ab? Welche Beträge, wofür?

Ich hoffe, das war verständlicher und nachvollziehbarer :slight_smile:

Viele Grüße
Melanie

Ok, wir sprechen also nicht von IfSG und geschlossener Kita, sondern „Normalem“ Kind krank.

Na das, was es auch abgezogen hätte, wenn es die Fehlzeit nicht gegeben hätte!? Sprich: SV-Werte. Eine genaue Aufschlüsselung ist mir hierzu als Ausgabemöglichkeit leider nicht bekannt.