Differenzbesteuerung nach §25a USTG

Moin moin liebe Lexwaregemeinde.

Mein Unternehmen unterliegt der ganz normalen UST mit 19%.
Diese wird bei jedem Verkauf ausgwiesen.

Nun habe ich aber einen neuen Geschäftszweig gegründet:
Modellbau

Hier kaufe ich Produkte von privaten Verkäufern

  • Einzelprodukte
  • Konvolute
  • Auslösungen
  • Auktionsbörsen wie E-Bay. Shpock usw
    auf.
    Diese verkaufe ich über wieder an Einvergbraucher.
    Hier möchte ich die Rechnungsstellung nach der Differenzbesteuerung §25a anwenden. Mit dem Steuerberater ist das geklärt und OK.

Wie gestalte ich das aber nun in Lexware???

Gruß
Uwe Nordmann

Hallo!
Da du nur den Unterschied bzw. die Differenz versteuern musst, musst du deine Buchung splitten.
Der Eingang ist ohne Steuer zu buchen, da du von Privatkunden kaufst.
Den Ausgang musst du splitten. Die Differenz vom Einkaufs- zum Verkaufspreis wird mit Steuer gebucht, der Rest ohne.
Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
LG B.

Irgendwie ist nur mein halber Text angezeigt.

Du kannst dir einen Artikel mit Steuer anlegen und einen ohne und es dann so aufteilen. Falls du das nicht möchtest, hast du die Möglichkeit am Ende der Rechnung die Sachen händisch einzugeben.

Hallo Buchhaltung,

Lexware ist eigentlich nicht für die Differenzbesteuerung konzipiert. Der Artikel selbst ist als Artikel ohne USt. zu führen und ein Nicht-Lagerartikel mit der Bezeichnung „Marge“ mit hinterlegtem Steuersatz. Dann sind 3 Rechnungen erforderlich:

Auf der ersten Rechnung wird der Artikel und die Marge fakturiert. Diese Rechnung darf nicht raus, da sie Deinen Gewinn transparent machen würde.

Danach erstellst Du eine weitere Rechnung, die nur den Artikel mit negativer Menge und dem Bruttopreis ausweist. Diese Rechnung darf ebenfalls nicht raus, da sie praktisch die vorhergehende rückgängig macht. Die beiden Rechnungen kann man auch nicht zusammenfassen, da sich dann ein Rechnungsbetrag von 0,00 € ergeben würde und ein Chaos bei der Übertragung der Buchungsliste verursachen würde.

Die 3. Rechnung schließlich, die dem Kunden zugehen soll, gleicht der 2., jedoch mit positiver Mengenangabe. Im Fuß der Rechnung muss der Text „differenzbesteuert nach §25a UStG“ stehen.

Jetzt hast Du, was Du willst, allerdings in Deinen Rechenwerken mehrere - zum Teil überflüssige - Buchungen:
In der Lagerverwaltung geht der Artikel raus, rein und nochmals raus (macht rechnerisch 1x raus). Auf dem Debitorenkonto hast Du einen Soll-Zugang, einen Soll-Abgang und nochmals einen Soll-Zugang (macht rechnerisch einen Soll-Zugang) und auf dem Konto „steuerfreie Umsätze“ den Nettobetrag positiv, den Bruttobetrag negativ und den Bruttobetrag positiv (macht rechnerisch den Nettobetrag) stehen.

Geht jetzt die Zahlung ein, kriegst Du 3 OP angeboten, die Du alle 3 anklickst, damit sie verschwinden.

Jetzt ist auch noch der Fall denkbar, dass ein Kunde mehrere differenzbesteuerte Artikel kauft oder sowohl differenzbesteuerte als auch normal versteuerte. Hier kannst Du in den ersten beiden Rechnungen sämtliche differenzbesteuerten Artikel aufführen (Endbeträge müssen sich gegenseitig aufheben) und die normal versteuerten Artikel fakturierst Du lediglich auf der 3. Rechnung mit. In diesem Fall fügst Du nach jedem differenzbesteuerten Artikel eine Textzeile ein, auf die Du auf die Differenzbesteuerung hinweist (kannst Du als Textbaustein hinterlegen)

Ist sehr umständlich und Lexware nicht das richtige Produkt, wenn man sowas dauernd oder fast nur hat (z.B. als Gebrauchtwagen- oder Antiquitätenhändler).

Gruß
Rainer