Buchung von Teilzeitarbeit während Elternzeit

Hallo,

Ich benutze Haufe Lexware Lohn und Gehalt. Ein Mitarbeiter bezieht ein Festgehalt und möchte für einen bestimmten Zeitraum in Elternzeit gehen. Während dieser Elternzeit will er aber zu 50% weiterarbeiten.

Wie kann ich diese Reduzierung richtig buchen? Wenn ich unter „Fehlzeiten“ Elternzeit wähle, dann kann ich nur ganze Tage auswählen. Das Programm scheint dann diese vollen Tage im Gehalt zu kürzen. Ich kann auch keine andere Eingabemethode finden, die den Mitarbeiter zeitweise auf Teilzeit setzt.

Ausserdem habe ich gelesen, dass man im Falle von Elternzeit eine Unterbrechungsmeldung abgeben muss. Kümmert sich Lexware automatisch darum?

Danke schonmal für die Antworten.

Hallo Renot,

Wenn gearbeitet wird, gibt es keine Fehlzeit. Sprich: Du nimmst die Fehlzeit heraus und gibst in den Stammdaten die gewünschte Arbeitszeit an und dann hinterlegst Du bei laufendes Arbeitsentgelt das gewünschte Gehalt.

Das macht das Programm automatisch, sobald eine Fehlzeit einen vollständigen Kalendermonat überschreitet. Das trifft auch grundlegend auf Elternzeit zu, da diese ja meist >1 Monat ist. Aber: in Deinem Falle wird ja gearbeitet. wenn auch nur Teilzeit.

Danke für die Antwort.
Wenn ich dann also Teilzeit eingebe, so wie vorgeschlagen, dann weiss das Programm (und somit auch die Stellen, an die das Programm meldet), dass es sich bei den anderen 50% um Elternzeit (und damit auch Anspruch auf Elterngeld) handelt.

Ich entnehme aber deiner Antwort, dass dies dennoch die richtige Vorgehensweise ist und anscheinend nicht gemeldet werden muss.

Wenn die 50% Elternzeit in der Mitte eines laufenden Monats endet, also wieder in Vollzeit übergeht, muss ich dann unter laufendes Gehalt die Rechnung per Dreisatz selber machen? Also konkret:

Bei einem Vollzeitgehalt von X, möchte der AN von Mitte April bis Mitte Mai in volle Elternzeit gehen. Das buche ich mit einem Eintrag unter Fehlzeiten. Im laufenden Gehalt wird das Gehalt automatisch gekürzt. Ab Mitte Mai möchte der AN dann mit 50% weiterarbeiten.
D.h. für Mai ist die erste Hälfte Elternzeit, die zweite Hälfte 50% Teilzeitarbeit. Ich trage dort im laufenden Gehalt für Mai X*50% ein, und das Programm kürzt dann nochmal um weitere 50%. Ist das dann korrekt gebucht?

Vielen Dank.

Evtl. sollten wir zunächst klären, was genau Du damit meinst!? Du gibst nicht Teilzeit ein, zumindest ist mir dafür keine Option bekannt. Entweder ist jemand abwesend, dann gibt es eine entsprechende Fehlzeit, oder jemand arbeitet und bekommt dafür eine entsprechende Entlohnung.

Alles andere wird nach meiner Auffassung über Arbeitsverträge oder Zusatzvereinbarungen geregelt.

Das Programm weiss das nicht (da keine Fehlzeit) und es interessiert das Programm im Grunde auch nicht. Und Elternzeit meldest Du nirgends, dies regelt der/die Arbeitnehmer:in selbst.

Du meldest im Grund nur eine Abwesenheit und wenn mehr als 1 Kalendermonat gibt es noch eine Unterbrechungsmeldung. That’s it.

Arbeitet die Person, ob 1 Stunde, 15 Stunden oder 40 Stunden die Woche, wird keine Fehlzeit angelegt. Die Arbeitszeit wird in den Stammdaten gemäss der Vereinbarung hinterlegt und das dafür fällige Entgelt gezahlt.

Das wird kompliziert. Wenn das Gehalt mit automatischer Kürzung bei Fehlzeit geschlüsselt ist, wird das Programm immer kürzen. Du müsstest also quasi eine weitere Lohnart anlegen, idealerweise eine Kopie von Gehalt und dort die Kürzung bei Fehlzeit entfernen. Bei Gehalt schreibst Du dann das volle (regulär bei Vollzeit) Gehalt rein und das Programm kürz hier automatisch gemäss der Fehlzeit. Bei der neuen Lohnart schreibst Du dann die 50% gemäss der Teilzeitvereinbarung rein. Dieses sollte nicht gekürzt werden.

Soweit verständlich?

Ja, das erscheint mir verständlich, danke. Ich werde das dann genauso buchen.

Dieses Thema wurde automatisch 2 Tage nach der letzten Antwort geschlossen. Es sind keine neuen Antworten mehr erlaubt.