Belegnummernkreis-Auswahl z.B. beim Stabelbuchen, Jahresabsc

Guten Tag,

ich arbeite mit der Software Lexware Buchhalter 2014, SKR03.

Folgendes Verständnisproblem (?) habe ich bei der Belegnummernkreisauswahl beim Vorgang Dialogbuchen bzw. Stabelbuchen und Jahresabschreibungen buchen:

Zur Situation:
Um z.B. die tatsächliche Vorsteuer der Reisekosten Unternehmer Verpflegungsmehraufwand (Soll: 1576, Haben: 1890 - richtig?) oder den Eigenanteil der Telefon- und Internetkosten (Soll: 1880, Haben: 8922) zu buchen, benutze ich die Option Dialogbuchen bzw. Stabelbuchen.

Nun muss ich den Belegnummernkreis auswählen:

  1. Da ich im Beispiel „Reisekosten Unternehmer Verpflegungsmehraufwand“ die Beträge und somit auch die enthaltene Steuer entweder über mein privates Konto oder bar bezahlt habe, kann ich WEDER mein Geschäftskonto (Bank) NOCH meine Kasse als Belegnummernkreis (BNK) auswählen.
    Nun habe ich die Möglichkeit den voreingestellten BNK „Standard“ auszuwählen oder einen neuen BNK anzulegen z.B. „Reisekosten“ (z.B. RK001).

  2. Im Fall „Eigenanteil der Telefon- und Internetkosten“ fallen mir zwei Varianten ein:
    Ich nehme den BNK Bank, weil die Zahlungen alle über mein Geschäftskonto gelaufen sind oder ich lege ein neuen BNK an z.B. „Eigenanteil“ (z.B. EA001). Welcher BNK ist der richtige?

  3. Im Fall Abschreibungen muss ich ebenfalls ein BNK wählen, auch hier habe ich wie beim Eigenanteil die beiden Möglichkeiten zur Auswahl: BNK Kasse, weil die damalige Zahlung darüber gelaufen ist oder ich lege einen neuen BNK „Abschreibungen“ an (z.B. AS001). Welcher BNK ist der richtige?

Führen so „viele“ BNK zu Verwirrung oder zu Klarheit? Welche Variante ist richtig?

Herzlichen Dank im Voraus!

Madlen Krell

Hallo Madlen,

ich denke, Du machst es Dir selbst unnötig schwer. :slight_smile:

Die Belegnummernkreise sind eigentlich mehr zur eigenen Orientierung, einer besseren Übersicht. Ich handhabe das so, dass alles was über die Bank geht einen eigenen BNK hat, alles was Kasse ist, Lohn hat einen eigenen, EB-Werte haben einen eigenen…

Wenn Du viel mit Reisekosten zu tun hast, dann ist ein eigener BNK dafür sinnvoll. :slight_smile:

Bank passt hier mMn nicht wirklich. Denn der Eigenanteil selbst ist ja keine Zahlung im eigentlichen Sinne und damit ging der auch nicht über die Bank.

Hier sehe ich das genauso wie beim Eigenanteil. :slight_smile: Die Abschreibung an sich ist keine Zahlung, geht daher weder über Bank noch Kasse. Wenn Du hierfür unbedingt eine fortlaufende Nummer haben magst, dann mach Dir dafür einen eigenen BNK. :slight_smile:

Wie geschrieben: Du machst Dich da glaube ich selbst zu verrückt damit. :slight_smile: Wenn für Dich mehrere BNK zu mehr Übersicht führen, dann mach das so, wie Du denkst.

Hallo zusammen,

bis zum letzten Jahr war diese Antwort richtig. Wenn man sich jetzt die neuen Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) ansieht (siehe http://www.haufe.de/steuern/finanzverwaltung/bmf-schreiben-zu-den-gobd-veroeffentlicht_164_282236.html und dort verlinkt auf das BMF-Schreiben) und dort z.B. den Punkt 77 genau liest, müssen alle Belege eine eindeutige Belegnummer haben. Bei Rechnungsausgängen haben wir das durch die Rechnungsnummer. Bei Reisekosten gibt es zumindest keine automatische Belegnummer und bei Kleinbetragsrechnungen (Tanken, Briefmarken etc.) muss es eine Belegnummer geben, die im System und auf dem Beleg identisch ist.

Ich habe jedenfalls wieder einen Paginierstempel im Einsatz. Ahrrg, diese Sesselpupser :imp:

Hallo zusammen,

erst mal herzlichen Dank für eure schnellen Antworten!

Zu meiner Zusammenfassung: (den Punkt 77 des BMF-Schreibens berücksichtigt)

  • Ich lege für meine und anderer Übersicht pro Art/Gruppe einen eigenen Belegnummernkreis (BNK) an, in meinem Fall „Reisekosten“, „Abschreibungen“ und „Eigenanteil“.
  • Ich hefte die Belege dementsprechend nach den „Gruppen“/Art ab (in o.g. Fall geht das nur für die Reisekosten-Belege, da die Originalrechnungen der Abschreibungen und die original Telefon- und Internet-Rechnungen natürlich in den Monaten und Jahren der Bezahlung abgeheftet sind. Oder muss ich die als Kopie noch mal abheften - was für eine Papierverschwendung wäre das?)

Herzliche Grüße
Madlen Krell

Hallo Udo,

hm, also ich sehe da gerade keinen Widerspruch zu meiner Aussage. :slight_smile:

Ich schrieb, dass man aus meiner Sicht problemlos mehrere BNK machen kann, wenn dies für einen selbst übersichtlicher erscheint. Damit erfülle ich doch die Vorgaben. Denn ob ich nun nur einen BNK haben muss oder 20, darüber schweigt sich Punkt 77 aus. Wenn ich mir also eine für mich adäquate Aufteilung an BNK wähle und die dort vergebenen Nummern auf den Beleg übertrage, sehe ich die Vorgabe als erfüllt an. :slight_smile:

Hallo Steve,

Nö, nicht direkt einen Widerspruch. Es ist nur eben nicht mehr so wie früher, wo eine Belegnummer nicht zwangsläufig sein musste. Und heute muss es eine fortlaufende Nummer sein. Da eine beliebige Vielzahl von Belegnummernkreise der Forderung „Fortlaufende Nummer“ contraproduktiv gegenüberstehen, dürfte die Anzahl der Belegnummerkreise zumindest eingeschränkt sein.

Insoweit ist es doch ein „kleiner“ Widerspruch :smiley: